Gesundheitslexikon: Psychopharmaka

29. November 2018 - 15:48 Uhr

Hilfe für die Seele durch Psychopharmaka

Medikamente sollen Leiden lindern, Krankheiten ausmerzen, Zustände stabilisieren und idealerweise heilen. Psychopharmaka ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Arzneimitteln, nämlich jene, die unser Gehirn beeinflussen. Sie können bereits bei leichten Beschwerden und vor allem bei schweren psychischen Störungen verabreicht werden. Arzneimittel dieser Art sind rezeptpflichtig und werden idealerweise vom Facharzt verordnet.

Arten und Wirkungsweise von Psychopharmaka

Medikamente gibt es in den unterschiedlichsten Darreichungsformen, beispielsweise als Filmtablette, als Kapsel, Saft oder in Form von Tropfen. Ob fest oder flüssig, Ziel der Gabe von Psychopharmaka ist es, die Leiden von Patienten zu lindern. Man unterscheidet verschiedene Gruppen, die jeweils eigene Merkmale haben. Antidepressiva werden beispielsweise hauptsächlich zur Behandlung von depressiven Zuständen verordnet. Daneben gibt es u. a.:

- Neuroleptika

- Hypnotika

- Antidementiva

- Psychostimulanzien

- Tranquilizer

- Sedativa

Jede Art ist für bestimmte Anwendungsbereiche geeignet. Tranquilizer dienen der Beruhigung und können Ängste lösen. Hypnotika sind als Schlafmittel bekannt. Je nach Krankheitsbild des Betroffenen wird über den Typ des Medikaments und den genauen Wirkstoff entschieden. Allgemeinärzte, Fachärzte und natürlich Neurologen können spezielle Arzneimittel dieser Sorte verschreiben.

Gründe für die Einnahme von Psychopharmaka

Indikationen sind vielfältig. Das heißt, es gibt viele Gründe, warum ein Arzt Psychopharmaka einsetzt. In erster Linie dienen sie als Instrument, um schwerwiegende Erkrankungen wie Schizophrenie, Depressionen, starke Ängste und ähnliches in den Griff zu bekommen. Genau wie andere Wirkstoffe können Psychopharmaka einem Menschen helfen, aber eine Krankheit selten heilen. Nehmen Sie aufgrund von Rückenschmerzen ein Schmerzmittel ein, wird das Symptom lediglich "verdeckt". Mit dem Nachlassen der Wirkung ein paar Stunden später können die Schmerzen am Rücken wieder voll spürbar sein. In der Art kann es Patienten auch mit Psychopharmaka gehen, weshalb diese überwiegend als Langzeittherapie angesetzt werden.

Mögliche Nebenwirkungen kennen

Jede Wirkung hat eine Nebenwirkung, sagen Fachleute. So hält es sich auch bei Psychopharmaka, welche verschiedene Auswirkungen begünstigen können. Unerwünschte Wirkungen gelten bei Betroffenen und deren Therapeuten als großes Problem, welches nicht immer zufriedenstellend gelöst werden kann. Vor allem die Gewichtszunahme beschäftigt viele Frauen und Männer, wobei diese Nebenwirkung nicht bei allen gleich auftritt. Generell müssen ungewollte Wirkungen nicht bei allen auftreten. Es gibt aber Erfahrungswerte und ein gewisses Risiko je nach Wirkstoff und Dosis. Jedes Mittel birgt eigene Vor- und Nachteile, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.

Die Seele pflegen

Ernste Erkrankungen der Psyche, Psychosen oder anderes machen eine Therapie unumgänglich. Leichtere Beschwerden, beispielsweise negative Gedanken und belastende Verstimmungen können eher die Frage nach Alternativen zu Psychopharmaka erlauben. Eine Möglichkeit liegt in der Pflanzenheilkunde, die als ältestes Heilverfahren viel Potenzial birgt. Auch homöopathische Mittel werden oft bei psychosomatischen Störungen eingesetzt und können helfen. Wichtig ist, den Menschen als Individuum zu betrachten, um eine geeignete Therapie zu finden. Die regelmäßige Konsultation des Arztes des Vertrauens ist unbedingt zu empfehlen, zumal hier auch persönliche Wünsche des Patienten bezugnehmend auf die Behandlung besprochen werden können.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Arzneimittel, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Da die Medizin sich ständig weiterentwickelt, sollten Sie immer die aktuelle Gebrauchsinformation zu Ihrem Arzneimittel sorgfältig durchlesen und Ihren Arzt oder Apotheker zurate ziehen.