Lokale Verhornung der Haut

Gesundheitslexikon: Hühnerauge (Clavus)

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16. Oktober 2019 - 15:04 Uhr

Druckstellen am Fuß: Was hilft gegen Hühneraugen?

Ein Hühnerauge ist eine unangenehme und schmerzhafte Angelegenheit am Fuß. Auf den ersten Blick sieht es aus wie Hornhaut. Doch spätestens, wenn man darauf drückt, merkt man den Unterschied. Im Gegensatz zur Hornhaut reagiert ein Hühnerauge mit Schmerz.

Was ist ein Hühnerauge?

Ein Hühnerauge oder Clavus ist eine häufig vorkommende Hautverdickung, in deren Mitte sich ein Hornhautkegel befindet, der bis in die tieferen Schichten der Haut reicht. Es hat eine kreisrunde Form. In der Regel entsteht es am Fuß, meistens an den Zehen, aber auch auf der Fußsohle. Es bildet sich an Stellen, an denen die Haut direkt über dem Knochen liegt. Von Hühneraugen sind Frauen öfter betroffen als Männer. Besonders häufig kommt es bei Menschen vor, die an Rheuma oder Diabetes erkrankt sind.

Ursachen

https://www.rtl.de/cms/gesundheitslexikon-diabetes-diabetes-mellitus-4046731.htmlEin Clavus bildet sich, wenn über einen längeren Zeitraum ständig Druck und Reibung auf eine Körperstelle ausgeübt wird. Der häufigste Grund für seine Entstehung ist ein zu enger oder schlecht sitzender Schuh. Auch zu hohe Absätze und Fehlstellungen der Füße können die Entstehung von Hühneraugen verursachen. Weiterhin sind Menschen, die an Rheuma und Diabetes erkrankt sind, an Durchblutungs- und Stoffwechselstörungen oder sehr trockener Haut leiden, besonders anfällig. Auch die Strahlentherapie bei einer Krebserkrankung gilt als einer von vielen möglichen Auslösern für Hühneraugen.

Welche Symptome zeigen sich bei einem Hühnerauge?

Als erstes bildet sich an der Druckstelle eine runde Hornhautverdickung von einem Durchmesser von etwa fünf Millimetern. In der Mitte davon lässt sich eine sogenannte Papel tasten. Das ist ein kleines Knötchen, das über die Hautoberfläche hinausragt und deutlich spürbar ist. Rund um die Papel ist die Haut oft gerötet. Ein typisches Symptom ist die Schmerzempfindlichkeit. Wird ein Clavus nicht behandelt, kann sich ein Ödem, also eine Flüssigkeitsansammlung bilden. Wenn man daran kratzt, besteht die Gefahr, dass Keime eindringen und eine eitrige Entzündung verursachen.

So kann ein Hühnerauge festgestellt werden

Ein Arzt oder auch ein Podologe kann ein Hühnerauge anhand seines typischen Aussehens erkennen. Um sicherzugehen, kann mit Hilfe einer Lupe nachgesehen werden, ob der mittig liegende Hornhautkegel vorhanden ist. In der Medizin unterscheidet man verschiedene Arten von Hühneraugen, je nach Beschaffenheit, Lage und Gewebe. Wichtig ist die Abgrenzung zu Warzen. Die sogenannten Dornwarzen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Beim genaueren Hinsehen erkennt man aber kleine braune Punkte in ihrer Mitte. Auch bläuliche Streifen unterscheiden die Warzen von Hühneraugen.

Behandlung & Vorbeugung eines Hühnerauges

Hühneraugen müssen behandelt werden, da sie sich nicht von selbst zurückbilden. Zur Behandlung weicht man mit einer Salbe oder Lösung die Haut auf. Danach können Dorn und überschüssige Hornhaut entfernt werden. Ein spezielles Pflaster mit einer ringförmigen Polsterung, die sich um die betroffene Stelle legt, schützt vor erneutem Druck und lässt die Wunde abheilen. Man kann Hühneraugen vorbeugen, indem man Druckstellen durch falsches Schuhwerk vermeidet. Wenn man durch Fehlstellungen der Füße oder durch Erkrankungen zu Hühneraugen neigt, helfen Einlagen oder druckentlastende Pflaster.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.