Entzündliche Reaktion der Haut

Gesundheitslexikon: Dermatitis

08. Juli 2019 - 14:23 Uhr

Was ist Dermatitis?

Die Schulmedizin umschreibt die Dermatitis als eine entzündliche Reaktion der Haut. Sie dient als Sammelbegriff für diverse Hautentzündungen. Primär ist die Dermis (Lederhaut) von ihr betroffen, aber auch die Epidermis (Oberhaut) kann von einer Dermatitis betroffen sein. Die Hautschichten weisen in der Regel pathologische Veränderungen auf. Im Volksmund wird die Erkrankung auch als Ekzem bezeichnet. Frauen und Männer sind gleichermaßen von der Hauterkrankung betroffen.

Ursachen einer Dermatitis

Diverse Faktoren können zur Auslösung der Entzündung führen. Neben umweltbedingten Einflüssen können genetische Dispositionen eine Ursache für die Dermatitis darstellen. Hierdurch ist begründbar, weshalb auch diverse Neugeborene von der dermatologischen Erkrankung betroffen sind. Auch psychischer Stress kann die Entstehung begünstigen. Bettlägerigkeit und die damit einhergehenden mechanischen Reizpunkte können ebenfalls zu einer Dermatitis führen. Diese entsteht durch die ständigen Reibungspunkte oder eine mangelnde Durchblutung der Gefäße.

Zu den häufigsten Varianten, die unter den Sammelbegriff Dermatitis fallen, zählen drei Formen: Die allergische Kontaktdermatitis wird durch Allergene ausgelöst. Die toxische Kontaktdermatitis wird durch externe Noxen beeinflusst. Reizende und ätzende Substanzen können das Krankheitsbild hervorrufen. Die periorale Dermatitis, auch bekannt unter dem Synonym Mundrose, kann durch übermäßige Pflege oder kontraproduktive Kosmetika forciert werden.

Symptome und Diagnose einer Dermatitis

Es gibt zahlreiche Anhaltspunkte, die auf eine Dermatitis hinweisen können. Zu den häufigsten Charakteristika zählen Rötungen, Schwellungen und abnormale Verfärbungen der Haut. Des Weiteren kann es zu Juckreiz und Schmerzen kommen. Oft entsteht ein Teufelskreis für die Betroffenen. Durch das Kratzen infolge eines Juckreizes wird die Haut aufgeschürft. Neue Wunden können entstehen.

Zur Diagnose erfolgt zunächst eine gründliche Anamnese. Lokale Untersuchungen, Bluttests und spezifische Hauttests können anschließend Aufschluss über eine potentielle Dermatitis geben. In den meisten Fällen genügt dem Mediziner jedoch die bloße Betrachtung der betroffenen Hautareale, um die Diagnose stellen zu können.

Therapie einer Dermatitis

Prinzipiell gilt: Dermatitis ist heilbar. Der Heilungsprozess ist allerdings langwierig. Er muss ganzheitlich erfolgen. Die meisten Hautentzündungen, die unter den Sammelbegriff fallen, werden mit Lokaltherapeutika behandelt. Diese setzen sich aus diversen Grund-, Wirk und Zusatzstoffen zusammen. Zumeist handelt es sich um dermatologische Salben. Auch eine innere Medikation ist üblich in der Schulmedizin. Hierunter fallen Antibiotika, Antihistamine und kortisonhaltige Präparate. Letztere werden nur bei besonders hartnäckigen Fällen angewendet. Des Weiteren bieten sich alternative Therapieformen an: Lichttherapien, Psychotherapie und Kuren in günstigen klimatischen Zonen. Hierdurch lassen sich in vielen Fällen positive Ergebnisse erzielen.

Vorbeugung gegen Dermatitis

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um einer Dermatitis vorzubeugen. Für die unterschiedlichen Varianten empfehlen sich individuelle Ansätze. Grundsätzlich kann die sorgfältige Hautpflege unterstützend wirken. Auch regelmäßige Kontrollen der Haut können einem Ausbruch vorbeugen. Pflegebedürftige Person sollten hierbei Unterstützung durch das Pflegepersonal erhalten.

Den Kontakt mit ätzenden Chemikalien und allergisch wirkenden Stoffen sollte Sie vermeiden. Auch psychischer Stress, der durch den beruflichen Alltag oder den privaten Lebenswandel entstehen kann, sollte reduziert werden. Oftmals ist innere Unruhe der Auslöser für eine Dermatitis. Ein harmonisch und ausgeglichen gestalteter Alltag dient einer effizienten Prävention. Mediziner raten zu einer ausgeglichenen, fettarmen und vitaminreichen Ernährung – diese kann sich auch positiv auf das allgemeine Hautbild auswirken.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.