Sehstörung, mit partiellen Ausfällen des Gesichtsfeldes

Gesundheitslexikon: Augenflimmern (Flimmerskotom)

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11. März 2019 - 13:09 Uhr

Augenflimmern: Was hat es mit der Sehstörung auf sich?

Vom Augenflimmern können Menschen jedes Alters und Geschlechts betroffen sein. Rechtzeitig erkannt, gibt es gute Therapiemöglichkeiten zur Behandlung des Flimmerskotoms. In vielen Fällen ist das Krankheitsbild harmlos.

Was ist Augenflimmern?

Das Augenflimmern (Flimmerskotom) ist eine Sehstörung, die mit partiellen Ausfällen des Gesichtsfeldes einhergeht. Die Betroffenen können ein- oder beidseitig unter den Ausfallerscheinungen leiden. Die Beschwerden variieren in ihrer Intensität und Häufigkeit von Mensch zu Mensch. Sie können in unregelmäßigen oder periodischen Phasen auftreten. Häufig stellt das Augenflimmern auch den Vorboten einer sich anbahnenden Migräne mit Aura dar. Ein signifikantes Merkmal hierfür ist seine Dauer - diese liegt zwischen 20 und 30 Minuten. Wenn die Attacke nur fünf bis zehn Minuten dauert, liegt eher eine Augenmigräne vor. Ein plötzlich einsetzendes Augenflimmern kann auch ein Indiz für einen beginnenden grünen Star sein.

Ursachen sind noch weitestgehend unbekannt

In weiten Teilen sind die Ursachen für das Augenflimmern der Schulmedizin (noch) unbekannt. Viele Experten sehen aber einen Zusammenhang zwischen dem Krankheitsbild und einer Durchblutungsstörung im Gehirn. Auch externe Faktoren können die Symptomatik hervorrufen. Stress zählt dabei ebenso zu den Auslösern für ein umweltbedingtes Flimmerskotom wie andere körperliche und geistige Belastungen. Auch von bestimmten Medikamenten wird angenommen, dass sie zu einem temporären Augenflimmern führen können. Darüber hinaus können Flimmerskotome entstehen, wenn Sie längere Zeit am Bildschirm arbeiten.

Symptome: Abrupt auftretende Sehstörungen

Die meisten Patienten klagen über abrupt auftretende Sehstörungen, die teilweise so weit gehen können, dass der Betroffene nahezu nichts mehr sehen kann. Auch das Sehen von Blitzen oder einem Flimmern ist möglich. Diese Störungen können einen chronischen oder temporären Zustand entwickeln. Während des Augenflimmerns kann es zu einer besonderen Lichtempfindlichkeit sowie zu Kopfschmerzen kommen. Auch Übelkeit, die mit Erbrechen einhergehen kann, zählt zu den häufigsten Symptomen, die mit dem Flimmerskotom auftreten können. In selteneren Fällen tritt außerdem vorübergehendes Schwindelgefühl auf.

Diagnose: Anamnese wird durchgeführt

Die Diagnose kann in der hausärztlichen Praxis, insbesondere beim Augenarzt, oder im stationären Rahmen erfolgen. Zunächst wird eine ausführliche Anamnese durchgeführt - somit kann der Mediziner mögliche Vorerkrankungen ein- oder ausschließen. Anschließend wird das Auge untersucht. Eine Augenspiegelung (Funduskopie), die für den Patienten völlig schmerzlos abläuft, kann Aufschluss über das Krankheitsbild geben. Hierbei untersucht der Arzt das Auge mit einem speziellen Vergrößerungsglas. Auch das Messen des Augeninnendrucks kann der Diagnosestellung dienen. Somit kann auch überprüft werden, ob ein grüner Star vorhanden ist.

Therapie und Vorbeugung

Beim Augenflimmern wird meist die Linderung des Schmerzes in den Vordergrund gerückt - sofern dieser vorliegt. Wenn das Flimmerskotom nervlich bedingt ist, kann ein Neurologe etwaige Migräneanfälle genauer untersuchen. Falls die Sehstörungen durch externe Noxen, beispielsweise Bildschirmarbeit, hervorgerufen wird, sollte diese Tätigkeit sofort unterbrochen und langfristig eingeschränkt werden. In seltenen Fällen ist eine innere Medikation nach ärztlicher Anweisung notwendig. Ein Patentrezept, das einem Flimmerskotom prophylaktisch entgegenwirkt, ist der Schulmedizin nicht bekannt. Da die bereits angesprochenen externen Reize zum Augenflimmern beitragen können, bietet es sich an, diese auf ein Minimum zu reduzieren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.