Medikament zur Behandlung einer Allergie

Gesundheitslexikon: Antiallergikum

8. März 2019 - 11:42 Uhr

Antiallergikum: Linderung von Beschwerden und Lebensretter

Allergien sind in der heutigen Zeit weit verbreitet. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Allergien, die in der Regel individuell behandelt werden sollten. Wenn es um die bekanntesten Allergien geht, haben Sie sicherlich schon von Pollenallergien, Insektenstichallergien oder Kontaktallergien gehört. In diesem Zusammenhang kann unter Umständen ein Antiallergikum notwendig sein. Nicht selten hat ein solches Mittel auch schon Leben gerettet.

Was ist ein Antiallergikum und welche Arten gibt es?

Ein Antiallergikum ist ein Mittel, das eingesetzt wird, um die Symptome einer Allergie zu bekämpfen. Eine Behandlung der Ursachen findet hierbei nicht statt, denn es geht lediglich darum, die unangenehmen Begleiterscheinungen, die sogar lebensgefährlich sein können, einzudämmen. Zu den bekannten Antiallergika zählen zum Beispiel Antihistaminika, die etwa bei Pollenallergien oder allergischen Reaktionen der Haut eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es auch noch Mastzellenstabilisatoren, Glukokortikoide oder Montelukast als weitere Wirkstoffe, um die Folgen einer Allergie einzudämmen. Die Antiallergika können in unterschiedlichen Darreichungsformen daherkommen. Sie sind etwa als Tablette, Spray, Creme oder Spritze erhältlich.

Wirkung eines Antiallergikums

Ein Antiallergikum blockiert die Stoffe, die für die allergische Reaktion verantwortlich sind. So wird zum Beispiel entweder die Aufnahme dieser allergieauslösenden Stoffe abgewehrt oder aber es wird verhindert, dass die allergenen Stoffe an andere Zellen im Körper andocken können. Die Glukokortikoide"(Kortsion) sorgen dafür, dass die Allergieauslöser im Körper absterben. Wichtig ist außerdem, dass es nicht nur ein einziges Antiallergikum gibt. Es gibt eine Vielzahl von Medikamenten, die sowohl an die Allergie selbst als auch an den betroffenen Patienten angepasst werden sollten, um möglichst effektiv zu wirken.

Die verschiedenen Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete von Antiallergika sind vielfältig. Besonders häufig kommt ein Antiallergikum bei Pollenallergien zum Einsatz. Somit können auch die Pollenallergiker mit dem richtigen Medikament weitestgehend beschwerdefrei die Natur in der Zeit von Frühjahr bis Herbst genießen. Auch bei allergischen Hautausschlägen kommen diese Mittel zum Einsatz, etwa in Form von Salben und Cremes. Nicht alle Antiallergika sind rezeptfrei erhältlich. Es gibt auch Mittel, die nur nach einem vorherigen Arztbesuch auf Rezept zu bekommen sind.

Mögliche Einsatzgebiete eines Antiallergikums sind folgende:

- Pollenallergie

- Insektenstichallergie

- Nahrungsmittelallergie

- Kontaktallergie

Das müssen Sie beachten

Vor allem bei Insektenstich- oder Nahrungsmittelallergien kann ein Antiallergikum lebensrettend sein. Wenn beispielsweise die Atemwege anschwellen oder es zu Kreislaufproblemen kommt, ist das passende Antiallergikum mitunter der Retter in der Not. Das Mitführen eines Notfallsets wird daher bei bekannten Allergien dieser Art empfohlen. Wichtig ist zudem, dass der betroffene Patient nicht wahllos ein Antiallergikum einnimmt. Im Idealfall wird über entsprechende Tests der genaue Auslöser der Allergie ermittelt, sodass eine bestmögliche Behandlung erfolgen kann. Wenn auch ein Medikament keine Linderung mehr bringt, dann hilft in vielen Fällen nur noch eine Hyposensibilisierung. Dabei wird versucht, den Körper schrittweise an das Allergen zu gewöhnen, bis eine Resistenz eingetreten ist.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und Hinweise über Arzneimittel, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt daher nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Da die Medizin sich ständig weiterentwickelt, sollten Sie immer die aktuelle Gebrauchsinformation zu Ihrem Arzneimittel sorgfältig durchlesen und Ihren Arzt oder Apotheker zurate ziehen.