Geheimdienste verhindern angeblich Anschlag auf Lukaschenko

Wirft der Opposition vor, einen gewaltsamen Umsturz zu planen: Alexander Lukaschenko. Foto: Pavel Orlovsky/BelTa/AP/dpa/Archiv
Wirft der Opposition vor, einen gewaltsamen Umsturz zu planen: Alexander Lukaschenko. Foto: Pavel Orlovsky/BelTa/AP/dpa/Archiv
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18. April 2021 - 8:57 Uhr

Minsk (dpa) - In Belarus ist nach Darstellung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB ein Anschlag auf Machthaber Alexander Lukaschenko verhindert worden.

Gemeinsam mit den Behörden im Nachbarland Belarus seien zwei Männer in Moskau festgenommen worden, teilte der FSB am Samstagabend in Moskau mit. Einer der Oppositionellen habe auch die US-Staatsbürgerschaft.

Der Chef des belarussischen Geheimdienstes KGB, Iwan Tertel, sagte in einem Video, es sei ein bewaffneter Aufstand vorbereitet worden, bei dem die Führung hätte gestürzt, der Präsident, seine Familie und hochrangige Beamte hätten getötet werden sollen. Zudem sollten wichtige Gebäude in der Ex-Sowjetrepublik besetzt werden.

Lukaschenko hatte immer wieder Angst in der Bevölkerung geschürt und der Opposition vorgeworfen, einen gewaltsamen Umsturz zu planen. Mit Blick auf die Massenproteste gegen ihn hatte er auch mal gesagt, es sei eine Revolution wie im Nachbarland Ukraine verhindert worden.

Nach der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl am 9. August vergangenen Jahres hatten zeitweise Hunderttausende Menschen den Rücktritt Lukaschenkos und Neuwahlen gefordert. Er hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklären lassen. Die EU erkennt Lukaschenko nicht als Präsidenten an und hat gegen den Machtapparat in Minsk Sanktionen verhängt. Er stützt sich aber nach wie vor auf Russland als wichtigsten Verbündeten.

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Quelle: DPA

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