7. April 2014 - 19:23 Uhr

Software-Updates für diese Modelle

Viele Deutsche nutzen eine Fritzbox von AVM für ihren Internet-Zugang – dementsprechend groß war der Ärger über ein böses Sicherheitsleck, durch das Hacker eine horrende Telefonrechnung verursachen konnten. Jetzt gibt es ein Update für die Router. Hier erfahren Sie, was zu tun ist.

Die neue Software soll Angriffe auf die Geräte in Zukunft verhindern.

Die Täter waren laut AVM in die Router über den Port für entfernten Zugriff über das Internet eingedrungen und hätten dabei auch Passwörter entwenden können. Das Unternehmen rät, alle mit der Fritzbox zusammenhängenden Passwörter und Zugangsdaten zu erneuern. Wer den Fernzugriff wie empfohlen abgeschaltet habe, sei jetzt schon sicher. Von dem Fehler seien alle Fritzbox-Geräte betroffen gewesen, bei denen aktiv der Fernzugriff oder der Dienst 'MyFRITZ' eingeschaltet gewesen sei.

Eine Anleitung für das Update stellt AVM auf seiner Webseite zur Verfügung. Es ist für folgende Fritzbox-Modelle verfügbar: Deutsche Fritzboxen 7490, 7360, 7330, 6842, 3390, 7390, 7360 SL, 7320, 7270 v2/v3, 6840, 3370, 7362 SL, 7330 SL, 7312, 7240, 6810, 3272 / Internationale Fritzboxen 7490, 7340, 7270 v2/v3, 3272, 7390, 7330, 3390, 3270, 7360, 7272, 3370

Für die Modelle 6360, 6340 und 6320 Cable, die Internet über das Kabel bereitstellen, soll ein Update noch nachgeliefert werden.

Mehr Betroffene als zunächst gedacht

Einer Umfrage zufolge sollen von den Angriffen deutlich mehr Nutzer betroffen sein als ursprünglich angenommen, berichtete 'Radio Bremen'. Demnach sind es mindestens mehrere hundert Betroffene in Deutschland. Zuvor waren Beobachter und AVM von einigen Dutzend ausgegangen. "Wir gehen derzeit von einer mittleren dreistelligen Zahl betroffener Kunden aus", erklärte Kabel Deutschland dem Radiosender. Es habe Anrufe nach Sambia, Guinea oder Kuba gegeben. Unitymedia habe keine konkreten Zahlen nennen wollen. Über die Provider Vodafone, 1&1, der Telekom und deren Tochter Congstar seien bislang keine Fälle bekannt.

Laut 'Radio Bremen' bleiben die Betroffenen nicht unbedingt allein auf den entstandenen Kosten sitzen. "Wir schauen uns die Fälle einzeln an und werden zusammen mit dem Kunden eine kundenfreundliche und kulante Lösung finden", erklärte Kabel Deutschland dem Sender.

Experten zufolge gibt es noch keine heiße Spur zu den Tätern. Ein Zusammenhang mit den 16 Millionen Benutzerkonten, die jüngst in die Hände von Kriminellen gelangten, sei unwahrscheinlich, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit.