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Frankfurt Flughafen: Frau wollte mit scharfer Schusswaffe ins Flugzeug

Gefährlicher Fund bei Sicherheitskontrolle

54-jährige Frau wollte mit scharfer Schusswaffe ins Flugzeug

ARCHIV - 24.07.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Das Handgepäck von Flugreisenden wird in einer Halle im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens an der Passagierkontrolle in Plastikwannen abgelegt. Bei überlangen Wartezeiten an Flughafen- Sicherheitskontro
Bei einer Sicherheitskontrolle am Flughafen finden Mitarbeiter der Luftsicherheitsassistenz eine scharfe Schusswaffe.
ade bsc vco, dpa, Arne Dedert

Auf die Kontrolle ist Verlass

Selbst dann, wenn der Sicherheitscheck am Flughafen nervt, sind es doch Meldungen wie diese, die die dringende Notwendigkeit solcher Maßnahmen immer wieder bestätigen: Am Frankfurter Flughafen haben am Mittwoch Luftsicherungsassistenten bei einer 54-Jährigen eine Pistole inklusive Munition im Handgepäck gefunden. Das teilt die Frankfurter Polizei mit.

Die deutsche Geschäftsfrau aus Köln wurde vorläufig festgenommen und befragt. Dabei konnte sie keine plausible Erklärung zu dem Grund des Auffindens der scharfen Waffe mit sieben Schuss Munition (Kaliber 9mm) darlegen. Sie gab an, dass möglichweise ihr Lebensgefährte Eigentümer des von ihr mitgeführten Handgepäckstücks sei.

Flug wurde sicherheitshalber erneut gecheckt und umgebucht

Was folgte, war ein enormer Aufwand für die Beamten: Aus Sicherheitsgründen hat die Bundespolizei deshalb die Fluggäste des Fluges um 13:15 Uhr nach München nochmals fahndungsmäßig überprüft und die Reisenden sowie ihr mitgeführtes Handgepäck einer erneuten Kontrolle unterzogen. Die betroffenen 92 Fluggäste wurden seitens der Fluggesellschaft auf eine spätere Maschine nach München umgebucht, die den Frankfurter Flughafen gegen 18 Uhr verlassen hat.

Lebensgefährte ist Eigentümer der Waffe

Im Rahmen weiterer Ermittlungen der Kriminalpolizei des Frankfurter Polizeipräsidiums wurde die Zweitwohnung der beschuldigten Frau in Köln und eine Wohnung in Hamburg, die sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten bewohnt, am Abend durchsucht. Dabei stellte sich heraus, dass der Besitzer der aufgefundenen Waffe der Hamburger Lebensgefährte ist. Er gab zu, dass er die Schusswaffe der Marke SigSauer vor über zehn Jahren illegal erworben hatte.

Weshalb die Lebensgefährtin die Waffe aber mit auf Geschäftsreise hatte, ist weiterhin unklar. Gegen beide Personen wurden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

(kmü/pm)