Augen auf im Wald!

Folge des Klimawandels: Äste drohen abzubrechen

Der Landesbetrieb Hessen Forst warnt vor Astbruch-Gefahr in einem Waldstück in Bad Nauheim.
Der Landesbetrieb Hessen Forst warnt vor Astbruch-Gefahr in einem Waldstück in Bad Nauheim.
© deutsche presse agentur

04. Juli 2021 - 22:19 Uhr

"Wegen Trockenheit sterben Bäume ab"

Spaziergänger und Wanderer sollten derzeit mancherorts in Hessen besonders aufmerksam durch den Wald gehen. Die Forstverwaltung warnt an bestimmten Stellen mit Schildern vor Astbruch. "Wegen Trockenheit sterben Bäume ab", heißt es darauf. "Äste und Baumkronen können plötzlich abbrechen und herabstürzen."

Gefahren durch Astbruch nehmen zu

Nach Angaben des Landesbetriebes Hessen Forst werden die Hinweise in besonders frequentierten Bereichen platziert, um vor den "waldtypischen Gefahren" zu warnen.

Auf diese müsse jeder gefasst sein, vor allem abseits der Wege, erläuterte die Sprecherin der hessischen Forstverwaltung, Michelle Sundermann, in Kassel. "In den letzten Jahren sind diese Gefahren immer häufiger geworden, weil die Bäume durch die Klimakrise absterben." Man habe weiterhin die Verkehrssicherungspflicht an Wanderwegen oder Wanderparkplätzen. "Dort, wo wir nicht schnell genug Abhilfe schaffen können und gleichzeitig die Gefahr zu groß ist, müssen wir mitunter den Wald sperren."

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Die Sicherung der Wege sei eine große Herausforderung angesichts der großen Schäden im Wald, die es seit drei Jahren gibt. "Es ist tatsächlich so, dass wir durch das Baumsterben in einigen Bereichen des Landes einen viel größeren Input für die Verkehrssicherung leisten müssen, als in den Jahren vor 2018", sagt Sundermann.

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Der Landesbetrieb "Hessen Forst" hat die Wälder im Blick.
© deutsche presse agentur

"Die Kollegen, die sich jetzt um die Verkehrssicherung kümmern müssen, können gerade nicht in der Holzernte, der Pflanzung und Bestandspflege eingesetzten werden." Aber Sicherheit gehe vor.

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Sundermann appellierte an die Waldbesucher, abgesperrte Bereiche und Wege zu respektieren. Eine Sperrung zu umgehen, sei mitunter lebensgefährlich. Ihr Rat: "Gehen Sie aufmerksam und besonnen durch den Wald und machen Sie zum Beispiel keine Pause unter einem abgestorbenen Baum." (dpa)

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