20. Dezember 2018 - 17:31 Uhr

Von Cedric Schmidt

Fünf Filme lang hat Regisseur Michael Bay (53, "Bad Boys") sich mit seinen "Transformers" ausgetobt. Beim ersten Spin-off der Reihe übernimmt nun Regisseur Travis Knight (45, "ParaNorman") das Ruder - und das zahlt sich aus! So berührend ist "Bumblebee".

Das Problem mit langen Filmreihen...

Hailee Steinfeld als Charlie und ihr Roboter-Freund Bumblebee.
Hailee Steinfeld (l.) als Charlie und ihr Roboter-Freund Bumblebee.
© Paramount Pictures

Mit Filmreihen ist es so eine Sache: Irgendwann gibt es kaum noch etwas, was man nicht schon gesehen hat. So auch bei "Transformers". Vom ersten Teil an folgte jede Fortsetzung dem Prinzip: höher, weiter, größer! Konkret hieß das: Mehr Action, mehr Zerstörung und mehr Lauflänge. Die Reihe befand sich in einer Sackgasse.

Nun folgt die erste Fortsetzung, die die Vorgeschichte des Fanlieblings Bumblebee erzählt. Dieser wurde nämlich schon weit vor der Geschichte des ersten "Transformers" auf die Erde geschickt und durfte ein Abenteuer erleben.

Warum "Bumblebee" ein ganz anderer "Transformers"-Film ist

Doch was macht diesen Film anders als die Vorgänger? Ganz einfach: Er hat Herz. Wenn Bumblebee auf Charlie (Hailee Steinfeld, 22) trifft und für sie eine Art Vaterfigur wird, dann ist jeder ruhige Moment zwischen den beiden unglaublich gefühlvoll - sowohl geschrieben (mit Christina Hodson schrieb zum ersten Mal bei "Transformers" eine Frau das Drehbuch) als auch inszeniert und gespielt.

Die Handlung? Eigentlich nebensächlich. Die Action? Klasse, aber wie immer ausufernd und beliebig. Es sind die kleinen Momente zwischen Charlie und Bumblebee, die herausragen. Sie schaffen es in Kombination mit der kultigen 80er-Jahre-Musik mehr als einmal für reichlich Gänsehaut zu sorgen - und genau DAS ist neu bei "Transformers".

Fazit

Haben sich gesucht und gefunden: Charlie und Vaterfigur Bumblebee.
Haben sich gesucht und gefunden: Charlie und Bumblebee.
© Paramount Pictures

Wer an "Transformers" denkt, denkt an Action - die darf auch bei "Bumblebee" nicht fehlen. Doch hier sind es die ruhigen Momente, die einen umhauen. Die Chemie zwischen Bumblebee und Hauptdarstellerin Hailee Steinfeld ist stimmig, gefühlvoll und das Mitreißendste, was man seit "E.T. - Der Außerirdische" zwischen Mensch und "nicht von dieser Welt" gesehen hat.

Krach-Bumm, ja - aber diesmal mit ganz viel Herz. Ab 20. Dezember im Kino.