Nebenkostenabrechnung fehlerhaftFalsche Abrechnung: Richtig Einspruch einlegen

Nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung haben Sie als Mieter 12 Monate Zeit, um Einwände vorzubringen. Die Beanstandung sollte aber zeitnah erfolgen, damit eine schnelle Einigung erfolgen kann. Denn will der Vermieter eine saftige Nachzahlung haben, wird er auch die laufende Nebenkostenvorauszahlung anheben. Als Mieter müssen sie die zunächst zahlen. Erweist sich die Erhöhung als unbegründet, muss dies bei der nächsten Abrechnung berücksichtigt werden.
Die beanstandeten Posten sollten auf jeden Fall schriftlich reklamiert werden. Bitten Sie den Vermieter um Einsicht in die Abrechnungsbelege oder um Zusendung von Kopien der Originalrechnungen. Der Vemieter darf nach Rechtsprechung der meisten Gerichte maximal 25 Cent pro Kopie als Unkostenbeitrag verlangen. Eine Beanstandung der Nebenkostenabrechnung könnte wie folgt aussehen:
Absender
An
Herrn Vermieter
Adresse
Postleitzahl
Ort, Datum
Betriebskostenabrechnung vom TT.MM.JJJJ
Sehr geehrter Frau XXX,
sehr geehrter Herr XXX,
ich habe am TT.MM.JJJJ die Betriebskostenabrechnung vom TT.MM.JJJJ erhalten. Leider kann ich die Abrechnung in mehreren Punkten nicht nachvollziehen und muss ihr daher widersprechen.
In der Abrechnung finden sich insbesondere Posten, die nicht auf den Mieter umgelegt werden können. Das sind insbesondere Kosten für die Hausverwaltung, Kosten für das Fällen eine Baumes im Hinterhof und die Reparataur der defekten Haustüre.
Außerdem setzen Sie Kosten für die Reinigung des Treppenhauses an, obwohl wir bereits Hausmeisterkosten entrichten.
Aufgrund der vorgenannten Gründe darf ich Sie bitten, die entsprechenden Posten auszuklammern und mir eine entsprechend korrekte Nebenkostenabrechnung zukommen zu lassen. Bitte legen Sie der Abrechnung entsprechende Kopien der Originalrechnungen bei.
Mit freundlichen Grüßen