Der Puck fällt, die Fäuste fliegen

Eishockey-Stars leisten sich bizarre Massenschlägerei in der NHL

Völlig enthemmt.
Völlig enthemmt.
© dpa, Bruce Bennett, bb sei

06. Mai 2021 - 11:21 Uhr

Eine geplante Keilerei auf dem Eis

Was für bizarre Bilder aus der Eishockey-Liga NHL: Kaum hat der Referee den Puck fallen gelassen, um das Spiel der New York Rangers gegen die Washington Capitals beginnen zu lassen, fliegen zunächst die Handschuhe. Und dann brutal die Fäuste. Statt des Spiels gibt es eine wilde Massenschlägerei auf dem Eis. Die kommt aber nicht spontan, sondern hat eine Vorgeschichte.

"Ich denke es war gut. Es war eine gute Reaktion"

In der NHL haben sich Spieler der Washington Capitals und der New York Rangers sofort nach Spielbeginn geprügelt. Vorausgegangen war im letzten Duell der beiden Eishockey-Teams zwei Tage zuvor ein Scharmützel zwischen Capitals-Profi Tom Wilson und Artemi Panarin von den Rangers, in dessen Folge der Russe nicht weiterspielen konnte. Als die Liga Wilson daraufhin zwar mit einer Geldstrafe, aber nicht mit einer Sperre belegte, echauffierten sich die Rangers in einem Brief über die Entscheidung - und lieferten sich in den ersten Sekunden beim 2:4 sofort die Schlägereien.

Wie geplant diese Aktion war, zeigt, dass alle Spieler sofort ihre Handschuhe wegwarfen, um mit blanken Fäusten aufeinander einzuprügeln. Zwischenzeitlich waren sechs Spieler der Capitals, die ohne zu zögern selbst gewalttätig wurden, gleichzeitig in der Strafbox. "Ich denke es war gut. Wir haben versucht für unseren Mitspieler einzutreten. Es war eine gute Reaktion", sagte Rangers-Verteidiger Brendan Smith nach Angaben der Nachrichtenagentur AP.

Für die Rangers war es ohnehin ein turbulenter Tag. Stunden vor dem Heimspiel hatte die Organisation Präsident John Davidson und Manager Jeff Gorton gefeuert.

TNO

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