Keine Lieferengpässe

Kunden wundern sich über leere Regale bei Edeka

Edeka hat gerade Lieferschwierigkeiten.
Edeka hat gerade Lieferschwierigkeiten.
© picture alliance, Torsten Sukrow

13. September 2021 - 16:10 Uhr

„Harte Verhandlungen“

Deutschlandweit bekommen Edeka-Kunden bei ihrem Einkauf derzeit leere Regale zu sehen. Grund dafür sind allerdings keine aktuellen Lieferengpässe oder Transportprobleme. Edeka räumt ein, dass die Regale wegen "harten Verhandlungen" leer bleiben. Offenbar gibt es heftige Auseinandersetzungen mit dem Getränkehersteller Eckes-Granini.

Streit um Preiserhöhungen mit Eckes-Granini

Laut Lebensmittel Zeitung (LZ) setzt sich damit ein seit Monaten schwelender Streit zwischen Edeka und Eckes-Granini auf offener Bühne fort. Auf Zetteln, die an den leeren Regalen angebracht sind, teilt Edeka seinen Kunden mit: "Leider ist es uns trotz harter Verhandlungen bislang noch nicht gelungen, eine Einigung mit dem Lieferanten zu erzielen." Beliebte Produkte wie Frucht-Tiger oder die Granini-Säfte sind damit derzeit nicht an ihrem Platz zu finden.

Wie die LZ weiter berichtet, geht es bei der Auseinandersetzung um eine zum Jahresbeginn
vollzogene Preiserhöhung des Saftherstellers Eckes-Granini. Eckes-Chef Kay Fischer begründete gegenüber der LZ die Preiserhöhung unter anderem mit steigenden Kosten für nachhaltigere Verpackungslösungen und Rohstoffe.

Das Unternehmen teilte mit, bis zum Jahresende 2022 bei allen seinen deutschen Marken nur noch PET-Flaschen aus 100 % recyceltem PET zu verwenden. Damit will Eckes Granini rund 9.000 Tonnen Neu-Plastik pro Jahr einsparen, das nicht neu aus Erdöl hergestellt und in den Wertstoffkreislauf eingebracht wird.

Im Frühsommer solle es nach dem LZ-Bericht zu einer neuen Eskalationsstufe gekommen sein: Eckes wollte zu alten Konditionen nicht mehr liefern, Edeka zu neuen Bedingungen nicht bestellen. Inzwischen sollen die Lager sein, die Regale können nicht nachgefüllt werden.

Pikant: Mit Rewe konnte Eckes-Granini bereits kurz nach Bekanntgabe der Preiserhöhung eine Einigung erzielen. Beim Edeka-Konkurrenten stehen die Kunden somit nicht vor leeren Regalen.

Auch interessant