Mehr Sicherheit gegen Betrüger

Ebay-Kleinanzeigen führt neue Bezahlfunktion ein

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30. Oktober 2020 - 10:48 Uhr

"Sicher bezahlen" bei Ebay-Kleinanzeigen

Das Internetportal Ebay-Kleinanzeigen hat eine neue Bezahlfunktion eingeführt. Die soll Käufer und Verkäufer vor verschiedenen Risiken beim Online-Kauf schützen – und vor allem Betrüger auf Abstand halten. Das Portal reagiert allerdings damit auch auf einen Trend, dass das Anzeigenportal immer stärker als Marktplatz genutzt wird.

Käufer müssen neuen Service bezahlen

Die neue "Sicher bezahlen"-Funktion sorgt dafür, dass Käufer den Kaufpreis zurückerhalten, falls sie einen Artikel nicht erhalten oder dieser wesentlich von der Beschreibung abweicht. Das Portal verlangt für den Schutz vom Käufer eine Gebühr in Abhängigkeit von der vereinbarten Kaufsumme. Für Verkäufer ist die Nutzung der neuen Funktion kostenlos. Sie müssen dazu allerdings den Artikel versichert, mit Nachweis, an den Käufer oder die Käuferin schicken.

"Sicher bezahlen"-Funktion bei eBay-Kleinanzeigen
"Sicher bezahlen"-Funktion bei Ebay-Kleinanzeigen
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Der vom Käufer gezahlte Betrag werde bis zu 14 Tage treuhänderisch verwahrt. "Bestätigt der Käufer den Erhalt des Artikels, wird der Betrag unmittelbar an den Verkäufer ausgezahlt. Ebenfalls abgesichert sind wesentliche Abweichungen von der Artikelbeschreibung. Sollten Käufer und Verkäufer bei Unstimmigkeiten keine Einigung erzielen, können sie eine Schlichtung in Anspruch nehmen."

Bisher hat Ebay-Kleinanzeigen empfohlen, gekaufte Artikel am besten direkt beim Verkäufer abzuholen: "In vielen Fällen wird die Ware persönlich abgeholt bzw. die Dienstleistung erbracht und vor Ort bar bezahlt. Das ist in der Regel auch die sicherste Art der Abwicklung." Ein Versand konnte zwar zwischen Käufer und Verkäufer vereinbart werden, erwies sich aber immer wieder als Betrugsfalle. Immer wieder nutzten Kriminelle den mangelnden Käuferschutz aus, versandten keine Ware oder schickten gefälschte Produkte.

Bei der Umsetzung der Bezahlfunktion kooperiert eBay Kleinanzeigen mit dem niederländischen Unternehmen Online Payment Platform. Der Service wird schrittweise in verschiedenen Kategorien eingeführt.

Die ehemalige Kleinanzeigensparte der Handelsplattform eBay war im Juli an den norwegischen Online-Marktplatz Adevinta für rund acht Milliarden Euro verkauft worden. Die Übernahme ist aber noch nicht umgesetzt. Zu dem Bereich gehört neben Ebay-Kleinanzeigen auch das Portal mobile.de.

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Quelle: DPA / RTL.de