Schlimme Leidensgeschichte

Duffy über ihr Vergewaltigungs-Martyrium: Alles begann an ihrem Geburtstag

08. April 2020 - 11:39 Uhr

Duffys Vergewaltigungsmartyrium

Im Februar 2020 machte Sängerin Duffy bei Instagram öffentlich, dass sie sich zehn Jahre aus dem Showgeschäft zurück gezogen hat, weil sie vergewaltigt und wochenlang verschleppt worden war. Weitere Details ihres Martyriums gab sie zunächst nicht preis. Jetzt fand die 35-Jährige den Mut, ihre ganze Leidensgeschichte, die an ihrem Geburtstag begann, zu erzählen.

In einem fremdem Land wachte Duffy auf dem Rücksitz eines Autos auf

"Es war mein Geburtstag und ich wurde in einem Restaurant unter Drogen gesetzt", beginnt Duffy die grausame Geschichte ihrer vierwöchigen Tortur. In dieser ganzen Zeit habe sie unter dem Einfluss von Drogen gestanden und sei in diesem Zustand sogar an Bord eines Flugzeuges in ein anderes Land verschleppt worden. An den Flug selber könne sie sich nicht erinnern, aber auf dem Rücksitz eines Autos sei sie wieder zu Bewusstsein gekommen. Duffy beschreibt, dass sie in dem fremden Land in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde. "Ich erinnere mich an den Schmerz und dass ich versuchte, danach bei Bewusstsein zu bleiben", schreibt sie.

Mehrfach habe sie darüber nachgedacht, zu fliehen, während ihr Vergewaltiger, dessen Identität sie nicht enthüllt, schlief: "Aber ich hatte kein Geld und Angst, dass er mir die Polizei auf den Hals hetzt und sie mich zu ihm zurückbringt." Dass sie dort nicht mehr unter dem Einfluss von Drogen stand, erklärt sich Duffy so: "Ich nehme an, dass er mir vorher eine Droge verabreicht hatte, mit der er nicht ins Flugzeug steigen konnte." Sie habe aber keine Erinnerung daran, ob sie zuvor in den vier Wochen Gefangenschaft in ihrer Wohnung ebenfalls vergewaltigt worden sei.

Irgendwann sei Duffy mit ihrem Peiniger zurück nach Großbritannien geflogen: "Ich habe versucht, mich so normal und ruhig wie möglich zu verhalten." Wieder zurück in ihrer Wohnung habe sie "wie ein Zombie" die Wand angestarrt. Sie habe um ihr Leben gefürchtet, denn ihr Vergewaltiger habe ihr unterschwellig angedroht, sie umzubringen, wenn sie zur Polizei gehen würde. Vier Mal sei Duffy seitdem umgezogen, nun endlich habe sie ein Haus gefunden, in dem sie sich endlich sicher vor ihm fühlt. Schließlich habe sich Duffy einer Psychologin anvertraut, die ihr "das Leben rettete".

Duffy will mit ihrer Geschichte anderen Menschen helfen

Warum sie ihre Geschichte jetzt erzählt, erklärt Duffy so: "Weil wir in einer Welt voller Schmerz leben und ich mich nicht mehr schäme, dass mir tiefer Schmerz zugefügt worden ist. Ich glaube, wenn du mit deinem Herzen sprichst, antworten die Herzen der anderen darauf. So düster meine Geschichte auch ist, erzähle ich sie doch mit dem Herzen und hoffe, dass sie anderen hilft, die ebenso gelitten haben."

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