Als sexuelle Dienstleistung eingeschätzt

Wegweisendes Urteil: Tantra-Masseure sind Prostituierte

Tantra Massagen wurden vom Verwaltungsgericht Düsseldorf als sexuelle Dienstleistung eingestuft.
Tantra Massagen wurden vom Verwaltungsgericht Düsseldorf als sexuelle Dienstleistung eingestuft.
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Kläger bleibt ohne Erfolg

Tantra-Massagen sind sexuelle Dienstleistungen und Tantra-Masseure damit Prostituierte - so lautet die Entscheidung vom Verwaltungsgericht Düsseldorf. Demnach müssen sich Tantra-Masseure auch entsprechend bei den Behörden anmelden. Ein Kläger hatte sich vor Gericht gegen diese Einstufung durch den Kreis Mettmann gewehrt - ohne Erfolg.

Geschlechtskrankheiten möglich

Der Zweck des Gesetzes, die Gesundheit der Beteiligten zu schützen, treffe auch auf den Kläger zu, da auch bei Tantra-Massagen ein erhöhtes Risiko bestehe, sich mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren, begründete das Gericht seine Entscheidung.

„Da der Frage, was unter einer ‘sexuellen Handlung’ zu verstehen ist, wegen der vielschichtigen Fallgestaltungen eine über den konkreten Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukomme, hat das Gericht die Berufung beim Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zugelassen“, teilte das Gericht weiter mit. (dpa/lgr)