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Die Rückkehr der Fischotter: Warum sie nach Berlin ziehen

Seit den 1960er Jahren ausgestorben

Die Rückkehr der Fischotter: Warum sie jetzt wieder in die Hauptstadt ziehen

Warum die Tiere sich hier jetzt wieder wohl fühlen Fischotter zurück in Berlin

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Fischotter fühlen sich wieder wohl

Sie sind flinke Schwimmer und leben vor allem in Gewässern. Aber Fischotter mitten in der größten Stadt Deutschlands? Das gab es Jahrzehnte nicht! Seit den 1960er-Jahren galten die Tiere hier sogar als ausgestorben. Weil sie und ihr Lebensraum so bedroht sind, ist der Fischotter sogar Tier des Jahres 2021 geworden. Eine Sensation also, dass er jetzt ausgerechnet in Berlin zurück ist. Die Stiftung Naturschutz Berlin hat ihn an fünf Standorten in der Stadt nachgewiesen. Wir waren mit Stadtnatur-Rangerinnen auf Spurensuche und haben uns erklären lassen, wieso sich die Fischotter plötzlich wieder so wohl in der Stadt fühlen. Mehr gibt es im Video zu sehen.

Wildtierkameras haben Fischotter fotografiert

In Berlin gibt es mehrere Stadtnatur-Rangerinnen. Sie bekommen bestimmte Gebiete zugeteilt, in denen sie forschen. Janet Huber und Astrid Kinateder sind unterwegs, um möglichst viel über die neuen Bewohner in Berlin-Charlottenburg herauszufinden. An abgeknabberten Ästen im Wasser oder an Pfotenspuren kann man den Fischotter erkennen. Wildtierkameras haben ihn schon fotografiert.Tagsüber sind die scheuen Tiere nämlich kaum zu entdecken, sie sind nachtaktiv.

Bessere Wasserqualität lockt sie zurück

Die Wasserqualität in vielen Berliner Flüssen und Seen habe sich in den letzten Jahren wohl wieder verbessert. Dadurch fühlt sich jetzt auch der Fischotter wieder wohl, erklärt die Stiftung Naturschutz Berlin. Eine gute Wasserqualität sei nämlich Voraussetzung für die Jagd nach Fischen, Krebsen oder anderen kleinen Wirbeltieren. Auf der Speisekarte des Fischotters stehen sogar Mäuse.

Manchmal verlassen die Tiere aber auch das Wasser, zum Beispiel, um vom einen Gewässer ins andere zu kommen. Dazu müssen sie auch gefährliche Straßen überqueren. Ein kleiner Fischotter hat sich sogar schon einmal am Alexanderplatz, mitten in der Stadt, verirrt und wurde überfahren. Eine traurige Entdeckung, aber auch ein Zeichen dafür, dass sich die Tiere in Berlin wieder so heimisch fühlen, dass sie sich sogar fortpflanzen. (mmü/nba)