Freiburg zittert, aber bleibt unbezwingbar

Der Pokal-Wahnsinn von Osnabrück

Der SC Freiburg feiert den Einzug ins Achtelfinale.
Der SC Freiburg feiert den Einzug ins Achtelfinale.
© dpa, Friso Gentsch, frg pil

27. Oktober 2021 - 8:34 Uhr

Spektakel an der Bremer Brücke

Viele Tore, Spannung, Elfmeter, Helden und Tragik: Das Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Freiburg lieferte alles, was ein Pokal-Kracher ausmacht. Nur nicht den Sieg des Underdogs.

Elfer-Killer Uphoff

26.10.2021, Niedersachsen, Osnabrück: Fußball: DFB-Pokal, Saison 2021/22, VfL Osnabrück - SC Freiburg, 2. Runde im Stadion an der Bremer Brücke. Freiburgs Torwart Benjamin Uphoff (l-r) und Trainer Christian Streich feiern den Sieg bei Spielende. Foto
Matchwinner Benjamin Uphoff (l.) mit Trainer Christian Streich.
© dpa, Friso Gentsch, frg pil

Denn trotz einer starken Leistung hat Drittligist VfL Osnabrück die nächste Überraschung im DFB-Pokal ganz knapp verpasst. Gegen den weiter ungeschlagenen Erstliga-Dritten SC Freiburg mussten sich die Lila-Weißen am Dienstagabend in der zweiten Runde erst im Elfmeterschießen mit 2:3 geschlagen geben. Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war nichts zu erkennen.

Nach 120 packenden Minuten hatte es vor 11.530 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke 2:2 (2:1, 1:1, 0:1) gestanden. Im Elfmeterschießen vergaben dann gleich drei Osnabrücker Spieler. Freiburg-Keeper Benjamin Keeper Uphoff wurde zum Elfmeter-Helden.

Zuvor hatte Keven Schlotterbeck die Freiburger mit seinem Tor in der 120. Minute vor dem Aus bewahrt, nachdem Osnabrück durch ein Traumtor von Sebastian Klaas bereits wie der sichere Sieger ausgesehen hatte (108.).

In der regulären Spielzeit lief es genau umgekehrt. Dort hatte Osnabrücks Lukas Gugganig mit seinem Kopfball-Tor in der siebten Minute der Nachspielzeit die 30-minütige Extra-Schicht erst möglich gemacht.

Freiburg war durch einen kapitalen Fehler von Osnabrücks Torwart Philipp Kühn in Führung gegangen, als Vincenzo Grifo einen Schlenzer ins leere VfL-Tor zirkelte (33.). Die letzten drei Minuten musste Osnabrück nach einer Gelb-Roten Karte für Ba-Muaka Simakala in Unterzahl überstehen. Doch Freiburg kam noch einmal zurück und hatte im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich. (msc/dpa)