Nach Jessica Paszkas Beauty-Fail

Chemische Peelings: Was macht die Säure mit der Haut?

24. Mai 2019 - 12:23 Uhr

Die Haut der Ex-Bachelorette sieht schlimm aus!

Das Gesicht von Jessica Paszka wirkt wie verbrannt. Die 29-Jährige sagt selbst: "Ich wollte die Haut komplett runterhaben!" Dafür hat Sie sich einem chemischen Peeling unterzogen. Warum Sie damit jetzt zu kämpfen hat, sehen Sie im Video.

Was sollen chemische Peelings bewirken?

Chemische Peelings werden zur Verfeinerung und Glättung der Haut eingesetzt. Die Hautstruktur wird verbessert und somit entsteht ein jüngeres Hautbild.

Abgestorbene Hautzellen und Verkrustungen, die oberflächlich sind, werden entfernt, die Talgproduktion wird verringert und Falten reduziert. Die Peelings werden aber auch als Behandlung gegen starke Akne behandelt verwendet und helfen bei Hautschäden, die durch die Sonne verursacht wurden.

Was passiert bei einem chemischen Peeling?

Das Peeling besteht aus säurehaltigen Mitteln, wie zum Beispiel Fruchtsäure, die auf die Haut aufgetragen werden. Dadurch wird die Kollagenproduktion angeregt. Kollagen lässt zum Beispiel Knochen, Knorpel, Zähne und die Haut fest werden und so entsteht nach der Regenerationsphase ein strafferes Hautbild. Nach der Anwendung schuppt sich die Haut von alleine ab. Das dauert dann etwa 5-7 Tage.

AHA, TCA oder Phenol?

Es gibt drei unterschiedliche Peelings: Das oberflächliche, das mitteltiefe und das tiefe Peeling. Je höher die Abtragung der obersten Hautschichten sein soll, umso stärker müssen die einzusetzenden Substanzen sein.

Das Peeling mit Glycolsäure (AHA-Peeling)* wird aus Zuckerrohr gewonnen und ist das mildeste Peeling. Das Trichloressigsäure-Peeling (TCA-Peeling) dringt oberflächlich oder mitteltief ein. Das agressivste Peeling ist das Phenol-Peeling, bei dem die Haut um bis zu 15 Jahre verjüngert werden soll. Der Wirkstoff führt zur regelrechten Verätzung der obersten zwei Hautschichten. Das Phenol-Peeling wird aber nur selten in Deutschland angewandt.

Je tiefer ein Peeling in die Haut eindringt, umso stärker schält sich die Haut ab und umso länger braucht sie um zu heilen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein chemisches Peeling?

Chemische Peelings machen die Haut sonnenempfindlich. Daher ist der beste Zeitpunkt für ein Peeling im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung nicht so hoch ist. Und auch da sollte für etwa zwei Wochen nach der Behandlung regelmäßig Sonnencreme mit Schutzfaktor 50+* aufgetragen werden.

Kosten und Dauer der Behandlung

Die Kosten für ein chemisches Peeling belaufen sich in Deutschland auf ca. 150 bis 1.500 Euro pro Sitzung. Die Preise variieren je nach Kosmetikstudio und der Stärke des Peelings. Je nach Bedarf, werden mehrere Sitzungen durchgeführt.

Die Behandlung dauert in etwa 60 bis 90 Minuten. Bei mittleren bis starken Peelings sollten Sie sich etwa fünf bis zehn Tage freinehmen, da es nach der Behandlung zu starken Rötungen und Schwellungen kommt, wie Sie im Video bei Jessica Paszka sehen können.

Fruchtpeeling zu Hause machen

Bei unsachgemäßer Anwendung können Nebenwirkungen wie Verätzungen, Narbenbildung oder Pigmentverschiebungen folgen. Deshalb sollten professionelle Peelings nur von einer qualifizierten Kosmetikerin oder einem Arzt gemacht werden.

Aber: Falls Sie nicht so viel Geld ausgeben möchten, dann probieren Sie es doch mal mit frei verkaufbaren Peelings aus der Apotheke oder Drogerie. Die beinhalten eine sehr viel kleinere Dosierung der Säure, die normalerweise ohne Probleme zu Hause angewandt werden können. Trotzdem ist auch hier Vorsicht bei der Dosierung geboten - also unbedingt die Packungsbeilage lesen!

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