Zu viel Druck auf dem Team?

Brisanter Bericht: Nur zwei DFB-Spieler wollten Zeichen nach "One Love"-Skandal setzen

 FUSSBALL WM 2022 VORRUNDE GRUPPE C Deutschland - Japan 23.11.2022 Binden-Skandal, Kampagne One Love Das deutsche Team haelt sich aus Protest beim Teamfoto den Mund zu: David Raum, Torwart Manuel Neuer, Antonio Ruediger, Kai Havertz, Niklas Suele, Ni
Offenbar gab es im DFB-Team sehr unterschiedliche Meinungen zu dieser Geste (Archivbild)
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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft scheitert bei der WM krachend in der Vorrunde. Alles steht nun wieder einmal auf dem Prüfstand, die Gründe werden hinterfragt. Dabei ploppt auch immer wieder das Thema „One Love“-Binde auf. Lastete der Ärger um das FIFA-Verbot zu schwer auf dem DFB-Team? Ein Bericht legt nun nahe, dass die wildeste Debatte dieser WM tatsächlich eine größere Rolle innerhalb der Mannschaft spielte und für Konflikte sorgte.

Die Fifa verbietet die One-Love-Armbinde

Die Fifa verbietet die One-Love-Armbinde FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022
02:14 min
FIFA Fußball-Weltmeisterschaft Katar 2022
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DFB-Mannschaft war schlicht "genervt" und "belastet"

Die ARD berichtet nun, dass es innerhalb des Kaders unterschiedliche Meinungen gegeben habe, ob und wie das DFB-Team nach der Fifa-Intervention in Katar politische Themen ansprechen soll. Lediglich zwei Spieler ware offenbar für ein klares Statement im Lichte der Weltregie. Ursprünglich hatte die deutsche Mannschaft ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzten wollen. Gemeinsam mit anderen europäischen Ländern hatte man sich vorab auf das Tragen der besonderen „One Love“-Kapitänsbinde verständigt. Die war indes ohnehin schon ein Kompromiss für die Regenbogen-Binde, um die es ganz am Anfang mal gegangen war.

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Der DFB war wie die anderen Verbände auch eingeknickt und bekam dafür reichlich Kritik. Unter anderem von Sponsor REWE, der seinen auslaufenden Vertrag vorzeitig kündigte. Der Druck war groß und das deutsche Team suchte nach Alternativen. Letztlich hielten sich die DFB-Stars beim Mannschaftsbild vor dem Gruppenspiel gegen Japan mit der Hand den Mund zu, um gegen die Zensur durch die FIFA zu protestieren.

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Die Verfechter dieser politischen Botschaft waren innerhalb der Auswahl aber anscheinend klar in der Minderheit. Das Thema habe die Mannschaft schlicht "genervt" und "belastet", heißt es. Einige Spieler hatten zudem das Gefühl, "instrumentalisiert" zu werden. Lediglich Kapitän Manuel Neuer und Mittelfeldspieler Leon Goretzka sollen sich klar hinter die Aktion gestellt haben. Viele andere Spieler plädierten hingegen dafür, genauso wie die anderen Europäer gänzlich auf eine Geste dazu verzichten. (tno mit sport.de)