"Das waren noch Helden. Nicht solche Muschis mit Regenbogen-Armbinden"

Boxpromoter Petkovic entschuldigt sich für verstörenden Post

Alexander Petkovic
Alexander Petkovic
© Imago Sportfotodienst

27. Juni 2021 - 14:16 Uhr

"Dieses Bild zu posten war ein schwerer Fehler"

"Es tut mir wahnsinnig leid. Dieses Bild zu posten war ein schwerer Fehler." Mit diesen einleitenden Worten versucht sich Boxpromoter Alexander Petkovic für einen verstörenden Post zu entschuldigen, der in Bild und Text nicht ansatzweise korrekt war.

Blutende Männer in Trikots mit Hakenkreuz-Wappen

Was war passiert? Der Deutschbosnier, der von 1997 bis 2015 als "The White Tiger" mit durchaus achtbarem Erfolg (50 Siege in 58 Kämpfen) selbst im Ring stand, hatte auf seinem Instagram-Account ein Foto gepostet, auf dem zwei blutende Männer in Trikots mit Hakenkreuz-Wappen auf der Brust zu sehen waren. Darunter stand geschrieben: "Das waren noch Helden. Nicht solche Muschis mit Regenbogen-Armbinden." Unfassbar.

Eine klare Diffamierung unserer Nationalspieler um Kapitän Manuel Neuer, der bei der EM mit einer Armbinde in Regenbogenfarben aufläuft, um ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und gegen Ausgrenzung zu setzen.

Präsident fordert Petkovic zur Stellungnahme auf

Obwohl Petkovic den Post mittlerweile gelöscht hat, reagierte Thomas Pütz, Präsident des Bundes deutscher Berufsboxer, entsetzt und forderte Petkovic zu einer Stellungnahme auf. Die folgte nun prompt auf Instagram.

Er habe das Bild zuschickt bekommen und unbedacht gepostet, so Petkovic. Im ersten Moment habe er es für ein Bild vom Wunder von Bern 1954 gehalten und verwechselt. Eine Dämlichkeit sondergleichen. "Mir sind die Hakenkreuze nicht sofort aufgefallen. Ich distanziere mich ausdrücklich. Mit dieser Ideologie habe ich nichts zu tun", so der 41-Jährige.

Es bleibt zu hoffen, dass Petkovic aus seinem schweren Fehler gelernt hat. (cni)

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