"Ungerechte und unsportliche Entscheidung"

1 Million Euro vom Sponsor: Krasniqi geht gegen Bösel-Urteil vor

Robin Krasniqi verstand nach dem Punkturteil zugunsten Dominic Bösels die Welt nicht mehr
Robin Krasniqi verstand nach dem Punkturteil zugunsten Dominic Bösels die Welt nicht mehr
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14. Oktober 2021 - 17:58 Uhr

Krasniqi-Management will's wissen

Box-Profi Robin Krasniqi war stinksauer über seine Punktniederlage in Magdeburg gegen seinen Halbschwergewichts-Rivalen Dominic Bösel. Der 34-Jährige hat von seinem Sponsor jetzt eine Million Euro bekommen, um gegen das umstrittene Urteil juristisch vorzugehen. Das teilte Krasniqis Management mit.

Teil 3 wird früher oder später kommen

Krasniqi hatte am vergangenen Samstag über 12 Runden knapp nach Punkten gegen Bösel verloren. Bösel sicherte sich den unbedeutenden WM-Titel des Verbandes IBO sowie den Status als Pflichtherausforderer von WBA-Weltmeister Dimitry Bivol. Den ersten Kampf der Rivalen hatte Krasniqi vor gut einem Jahr durch K.o. in Runde 3 gewonnen.

Krasniqi sprach schon unmittelbar nach seiner Revanche-Niederlage von einem Fehlurteil und kündigte rechtliche Schritte an. Für die damit verbundenen Kosten hat Krasniqis Sponsor Burim Hazrolli nun eine Million Euro locker gemacht. "So eine ungerechte und unsportliche Entscheidung kann nicht aufrechterhalten bleiben, deshalb werden wir alles daransetzen, um das Urteil richtig zu stellen", sagte Hazrolli.

Krasniqis Rechtsanwalt René-Dirk Hundertmark meinte: "Ich habe für Herrn Krasniqi Protest bei den ausrichtenden Verbänden eingelegt." Sein Mandant werde "seine Rechte national und ggf. international auf Verbandsebene sowie soweit notwendig gerichtlich durchsetzen bis die Unregelmäßigkeiten abschließend aufgeklärt werden".

Die Chancen, dass die Verbände das Urteil revidieren, stehen erfahrungsgemäß schlecht. Eine Klausel für einen weiteren Kampf gegen Bösel im Falle einer Niederlage hatte sich Krasniqi ohnehin vertraglich zusichern lassen, so dass es über kurz oder lang zu Teil 3 der deutschen Halbschwergewichtler kommen dürfte. (dpa/mar)