Tränen und Wut bei Verlierer Joshua

Usyk bleibt der König des Schwergewichts

Sieg nach Punkten: Oleksandr Usyk
Sieg nach Punkten: Oleksandr Usyk
picture alliance

Wer kann diesen Mann besiegen? Bisher niemand. Auch den 20. Profikampf seiner Karriere gewinnt Oleksandr Usyk, verteidigt damit seinen Schwergewichtstitel – schon das zweite Mal gegen Herausforderer Anthony Joshua. Der rastete nach Urteilsverkündung kurz aus.

Oleksandr Usy behält drei Gürtel

Usyk bleibt der König des Schwergewichts. Im vereinbarten Rückkampf besiegte der Ukrainer den britischen Ex-Champion Anthony Joshua am Samstag in Dschidda/Saudi-Arabien nach Punkten. Usyk behält somit seine WM-Gürtel nach Version der Verbände WBA, WBO und IBF.

Usyk denkt schon an Fury

Dem 35-jährige Usyk, einst unumstrittener Weltmeister im Cruisergewicht, fehlt lediglich der WBC-Titel, den zuletzt Tyson Fury (Großbritannien) hielt, der jedoch kürzlich einmal mehr seinen Rücktritt vom Boxsport erklärt hatte.

Nach seinem erst vierten Kampf im Schwergewicht forderte Usyk direkt Fury heraus. "Ich bin mir sicher, dass Tyson Fury noch nicht final zurückgetreten ist, ich bin davon überzeugt, dass er gegen mich kämpfen will", sagte Usyk: "Ich möchte gegen ihn kämpfen, wenn es nicht Tyson Fury ist, werde ich überhaupt nicht mehr kämpfen."

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Sieg für Land, Familie, Team und Soldaten

Fury antwortete prompt und tönte auf Social Media. "Das war einer der schlechtesten Schwergewichts-Kämpfe, den ich ja gesehen habe. Ich würde beide in einer Nacht fertig machen", sagte er bei Instagram: "Hol das Scheckheft raus."

Erst am 25. September 2021 hatte Usyk Joshua in London enttrohnt und nach Punkten bezwungen. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar hatte sich Usyk zunächst der ukrainischen Armee angeschlossen, ehe er wieder ins Training zurückkehrte.

"Diesen Sieg widme ich meinem Land, meiner Familie, meinem Team und allen Soldaten, die das Land verteidigen", sagte Usyk, der bei zwei von drei Punkterichtern vorne lag.

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Tränen und Wut bei Joshua

Joshua konnte seine insgesamt dritte Niederlage im 27. Profikampf zunächst nicht akzeptieren. Er schnappte sich Usyks Gürtel und warf sie aus dem Ring, bei der Pressekonferenz nach dem Kampf brach er in Tränen aus.

Der 32-Jährige, der im April 2017 Wladimir Klitschko in dessen letztem Kampf per K.o. besiegt hatte, steht an einem Scheideweg. Spekulationen um einen Rücktritt hatte Joshua vor dem Kampf als "Nonsens" abgetan. Schon 2019 hatte Joshua all seine Titel an Andy Ruiz Jr. (USA) verloren, sie dann aber sechs Monate später in Diriyya/Saudi-Arabien zurückerobert. (sid/cni)