Segel-Held im Interview

Boris Herrmann plant schon das nächste Mega-Abenteuer

14. Mai 2021 - 10:00 Uhr

Boris Herrmann feilt am neuen Boot

Segel-Profi Boris Herrmann erlangte durch die härteste Regatta der Welt, der Vendée Globe, große Bekanntheit. Der Hamburger schraubt schon an seinem nächsten großen Abenteuer. Mit seinem Team Malizia will Herrmann in den kommenden fünf Jahren an zwei der vier wichtigsten Hochsee-Regatten des internationalen Segelsports teilnehmen.

Im RTL-Interview oben verrät er, wie sein neues Boot aussieht, welche Erlebnisse bei der Vendée Globe besonders in Erinnerung geblieben sind und wie er die Zeit mit seiner Frau und jungen Tochter "nachgeholt" hat.

"Eine Traum-Kombination"

Kurz vor seinem 40. Geburtstag hat Weltumsegler Boris Herrmann neue Projekte angekündigt. Nach seiner erfolgreichen Premiere bei der Vendée Globe will er auch beim "Ocean Race" starten.

"The Ocean Race und die Vendée Globe sind eine Traum-Kombination!", sagte Herrmann am Mittwoch. "Auch weil sie komplementär sind: ein Teamrennen mit Zwischenstopps und ein Nonstop-Solorennen."

Der Hamburger wird bei dem Rennen, das im Oktober 2022 in Alicante/Spanien beginnt und im Sommer 2023 in Genua/Italien endet, als Skipper eine Mixed-Crew anführen. 2024 startet Herrmann dann als Solo-Segler den nächsten Angriff auf den Triumph bei der Vendée Globe.

Der mit Ehefrau Birte Lorenzen-Herrmann und Tochter Marie-Louise in der Hamburger Hafencity lebende Familienvater hat nach seinem vielbeachteten Vendée-Globe-Finale nur gut 80 Tage benötigt, um das bislang größte Regatta-Paket in der Geschichte des deutschen Seesegelsports zu schnüren. "Darüber sind wir sehr glücklich und auch ein bisschen stolz. Es war eine phänomenale Teamleistung!", sagte Herrmann über die intensive Arbeit der vergangenen Monate.

Neues Boot soll 2022 fertiggestellt sein

Das neue Boot für die Großeinsätze ist bereits in Frankreich in Arbeit und soll im Juni 2022 fertig werden. Schon für Juli sind erste Tests in bretonischen Gewässern und die finale Ausrüstung der Rennyacht geplant. Das neue Boot wird wie das alte "Seaexplorer" heißen.

Der Fünf-Jahres-Plan des Teams beinhaltet nicht nur die beiden Rennteilnahmen im internationalen Rampenlicht, sondern insgesamt 18 Ein- und Zweihand-Regatten sowie Team-Rennen in 15 Ländern. Weiter sagte Herrmann wenige Tage vor dem bevorstehenden ersten Familienurlaub in heimischen Gefilden seit fast einem Jahr: "Alle Partner unterstützen unseren Slogan, der auf dem Boot zu lesen sein wird: A Race we must win - ein Rennen, das wir gewinnen müssen!"

Damit sind sowohl Herrmanns Bemühungen im Kampf um die Gesundheit der Meere und das mit seiner Frau entwickelte Bildungsprogramm "My Ocean Challenge" als auch die sportlichen Ziele für beide Herausforderungen gemeint.

MSC/DPA/SID

Auch interessant