Betrunken schwimmen gehen: So gefährlich kann das werden!

Betrunken schwimmen gehen: Kreislaufkollaps droht.
Betrunken schwimmen gehen: Kreislaufkollaps droht.
© dpa, Bodo Marks

14. Juni 2019 - 21:15 Uhr

Ab ins Wasser – aber bitte nicht betrunken!

Wenn man bei den heißen Temperaturen einen Sonnentag am See oder Fluss verbringt, will man zwischendurch natürlich auch ins Wasser springen. Doch wer schon ein paar Bierchen intus hat, sollte auf diese Art der Abkühlung unbedingt verzichten – denn betrunken schwimmen zu gehen kann schnell richtig gefährlich werden.

Betrunken schwimmen gehen: Kreislaufkollaps droht

Jedes Jahr kommen zahlreiche Menschen in deutschen Flüssen oder Badeseen ums Leben – oftmals nachdem sie Alkohol getrunken haben. Denn auch wer sich noch nüchtern und vergleichsweise fit fühlt, kann kaum einschätzen, welche Folgen das kalte Wasser auf den Kreislauf hat und wie sehr der Alkohol die Koordination im Wasser einschränkt.

Wer betrunken schwimmen geht, riskiert im kühlen Wasser einen Kälteschock. Alkohol weitet die Gefäße, weshalb es für betrunkene Badende schon ab Wassertemperaturen von 20 bis 22 Grad gefährlich werden kann, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnt. Weil Alkohol bei Hitze im Körper schneller und intensiver wirkt, kann es darüber hinaus schnell zu Kreislaufproblemen bis hin zu einem Kollaps oder zur Bewusstlosigkeit kommen, wenn man ins Wasser steigt, so die BzgA. Dazu kommt: Alkohol vermindert die Koordinationsfähigkeit, was es schwerer macht, sich sicher über Wasser zu halten. Betrunkene neigen darüber hinaus zu Leichtsinn und dazu, ihre Fähigkeiten zu überschätzen – und im Wasser kann das fatale Folgen haben. So kann es auch beim Baden in vermeintlich sicheren Gewässern leicht zu brenzligen Situationen kommen.

Wichtig bei einem Sonnentag am Badesee ist also: viel Wasser trinken, dafür keinen oder nur ganz wenig Alkohol und auch körperliche Anstrengung beim Baden vermeiden. Bier, Cocktails und Hochprozentiges dürfen nie als Durstlöscher eingesetzt werden – und wer vom Alkohol doch nicht die Finger lassen konnte, sollte sich besser ein schattiges Plätzchen an Land suchen.