7. Januar 2019 - 14:31 Uhr

Neues Verpackungsgesetz seit 1.1.2019

Im Kampf gegen Plastikmüll und seine verheerenden Folgen für die Umwelt bringt das neue Verpackungsgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Deutschland gilt, einige Veränderungen mit sich: Es soll mehr recycelt werden. So müssen Supermärkte den Unterschied zwischen Pfand- und Einwegflaschen nun deutlicher kennzeichnen und Verbraucher müssen nun bei mehr Produkten Pfand bezahlen.

Pfandpflicht wird ausgeweitet

Vor dem Getränkeregal im Supermarkt hat sich so manch einer schon die Frage gestellt: Warum wird für manche Getränke Pfand verlangt und für andere nicht? Ab sofort sollte das seltener vorkommen, denn die Pfandpflicht wurde mit den neuen Regelungen ausgeweitet. Ab sofort sind laut Verbraucherzentrale auch für Einwegverpackungen mit folgendem Inhalt 25 Cent fällig:

  • Frucht- und Gemüsenektare mit Kohlensäure, zum Beispiel Apfelschorle
  • Milchmischgetränke, die weniger als 50 Prozent Milch beinhalten
  • Energy-Drinks mit einem Molkegehalt von unter 50 Prozent

Viele Getränke weiterhin ohne Pfand

Weiterhin pfandfrei bleiben Verpackungen, die von den Behörden als "ökologisch" eingestuft werden:

  • Getränkekartons wie TetraPaks
  • Schlauch- und Standbeutelverpackungen wie bei "Capri Sonne"

Sowie

  • Wein und anderer Alkohol
  • Flüssige Säuglings- und Kindernahrung
  • Frucht- und Gemüsesäfte bzw. -nektare
  • Milch und Milchmischgetränke ab 50 Prozent Milchanteil
  • Trinkbare Milcherzeugnisse, zum Beispiel Kefir

Kennzeichnungspflicht für Supermärkte

Damit sich Kunden besser über das Getränkeangebot informieren können, sind Supermärkte und Discounter außerdem ab sofort verpflichtet, den Unterschied zwischen Einweg- und Mehrwegverpackungen mit gut lesbaren Schildern am Regal sichtbar zu machen.