Polizei mit Wasserwerfern im Einsatz

Berlin: Vermummte greifen Polizisten auf Rigaer Straße an - 60 Einsatzkräfte verletzt

Dutzende Polizisten wurden bei Krawallen in der Rigaer Straße in Berlin verletzt
Dutzende Polizisten wurden bei Krawallen in der Rigaer Straße in Berlin verletzt
© REUTERS, HANNIBAL HANSCHKE, Mar

16. Juni 2021 - 17:06 Uhr

Wasserwerfer gegen Randalierer

Krawalle in Berlin-Friedrichshain: Vor dem besetzten und verbarrikadierten Haus "Rigaer94" haben rund 200 Vermummte von Dächern Steine auf Polizisten geschmissen. Zudem errichteten sie Barrikaden an drei Stellen auf der Rigaer Straße und zündeten sie an. Teilweise mussten sich Polizisten zurückziehen. 60 Beamte wurden laut Polizei verletzt.

Berlin: Polizei löscht brennende Barrikaden

Vor dem besetzten Haus wurden verschiedene Gegenstände wie Bauzäune und Paletten aufgetürmt und angezündet. Die Berliner Polizei ist vor Ort, wurde nach eigenen Angaben aber nicht durchgelassen sondern angegriffen. Deshalb greift die Polizei zu drastischen Mitteln: "Um das Feuer sicher zu löschen, setzen wir Wasserwerfer & Räumtechnik ein." Am Nachmittag kontrollierte die Polizei die umliegenden Dächer, um sicherzugehen, dass von dort keine gelagerten Steine herabfallen.

Die Besetzer selbst trommeln im Internet Unterstützer zusammen. Dort heißt es: "Die Verteidigung der Rigaer94 hat begonnen." Und weiter: "In dieser Minute wird die Straße verbarrikadiert und eine autonome Zone eingerichtet, um die Rote Zone des Senats zu verhindern. Kommt schnell vorbei." Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte wegen der Krawalle seine Teilnahme an der Innenministerkonferenz ab.

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Brandschutzprüfung verhindern

Hintergrund ist ein Streit um Brandschutzverordnungen für das besetzte Gebäude. In dem alten Gebäudekomplex wurden schon vor Jahren Mängel festgestellt. Am Donnerstag soll deshalb eine Brandschutzprüfung stattfinden. Doch das wollen die Besetzer um jeden Preis verhindern.

Die Bewohner und ihre Unterstützer hatten schon seit längerem Widerstand gegen die Brandschutzprüfung angekündigt. Eine Demo soll Donnerstagvormittag ab 8:00 Uhr stattfinden. Bereits am heutigen Mittwoch gilt ab 15:00 Uhr ein Demonstrations- und Parkverbot in den Straßen rund um das Haus, das mit einem massiven Polizeiaufgebot durchgesetzt werden sollte und gegen das sich die Besetzer jetzt mit brennenden Barrikaden wehrten. (lgr)

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