Lockenstäbe im Alltags-Test

BaByliss vs. Philips: Welcher Auto-Curler lohnt sich mehr?

Auto-Curler sollen tolle Locken zaubern. Aber klappt das auch, wenn man kaum Erfahrung mit solchen Tools hat?
Auto-Curler sollen tolle Locken zaubern. Aber klappt das auch, wenn man kaum Erfahrung mit solchen Tools hat?
© puhhha - Fotolia, Igor Pukhnatyy

28. Oktober 2021 - 17:42 Uhr

Schnell und einfach zu gelockten Haaren

von Isabel Michael

Mit Auto-Curlern erspart man sich das aufwendige Lockenstyling, denn die Geräte drehen die Haare quasi von selbst ein. Das Ergebnis ist eine tolle Lockenmähne – und das in kürzester Zeit. Ich habe zwei automatische Lockenstäbe der Marken Philips und BaByliss getestet. Welches Produkt mein Favorit ist, erfahren Sie hier.

Wie funktionieren Auto-Curler?

Bei normalen Lockenstäben muss man die Haarsträhnen jeweils einzeln um den Lockenstab wickeln. Das Prozedere kann man sich bei einem Auto-Curler sparen. Man legt die jeweilige Strähne einfach in den automatischen Lockenstab und diese wird dann vom Gerät selbst eingedreht. Dabei hat man mehrere Temperaturstufen zur Verfügung. Je nach Produkt ist es außerdem auch möglich, die Haarsträhnen in verschiedene Richtungen zu drehen, sodass individuelle Styles möglich sind. Auch ein toller Beachwave-Look lässt sich damit kreieren.

Ich habe zwei bekannte Auto-Curler getestet. Es handelt sich dabei um den "MoistureProtect"-Auto-Curler von Philips in der Farbe Weiß und den "Curl Secret Shine"-Auto-Curler von BaByliss in der Farbe Eisblau. Folgende Kriterien spielten bei der Beurteilung eine Rolle:

  • das Zubehör,
  • Handhabung und Optik,
  • das Frisier-Ergebnis
  • und der Preis.

Die Besonderheiten der Produkte

Was zeichnet die beiden automatischen Lockenstäbe aus? Ein Punkt ist die Bewahrung der natürlichen Feuchtigkeit der Haare. Beim Philips-Lockenstab geschieht das mit der MoistureProtect-Technologie, die das Haar vor Überhitzung schützen soll indem sie sich der Temperatur anpasst. Beim BaByliss-Produkt soll das Haar laut Hersteller mit dem Hydrotherm-Wasserdampfsystem geschützt werden, indem es mit Feuchtigkeit beim Styling versorgt wird. Weiterhin verfügen beide Geräte über drei Temperaturstufen (170, 190 und 210 Grad Celsius beim Philips-Gerät; 190, 210 und 230 Grad Celsius beim BaByliss-Produkt), eine Timerfunktion (8, 10 und 12 Sekunden) sowie eine wählbare Lockendrehrichtung nach rechts oder links.

Während BaByliss vor allem mit schnellem Aufheizen wirbt, hebt Philips einen längeren Lockenstab hervor, der die Zeit für das Locken der Haare noch einmal zusätzlich reduzieren soll.

Beide Geräte verfügen über eine Keramikbeschichtung der erhitzenden Lockenkammer, sodass die Haare während des Lockens zusätzlich geschont werden. Die Ionen-Technologie, die beide Produkte nutzen, soll eine statische Aufladung der Haare verhindern und das Haar weicher sowie glänzender erscheinen lassen.

Doch wie schlagen sich die beiden Geräte im Test?

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Check-Punkt Zubehör

Der Auto-Curler von Philips kommt mit einer Reinigungsbürste sowie einer Schablone zum Abteilen der Haarsträhnen. So findet man sehr schnell die ideale Haarmenge, mit der ein gleichmäßiges Ergebnis garantiert wird. Weiterhin gibt es eine praktische Kurzanleitung mit Bildern, die Neulingen zeigt, wie die Strähnen richtig im Auto-Curler platziert werden. In der ausführlicheren Anleitung finden sich außerdem noch hilfreiche Tipps für das perfekte Lockenergebnis. Hier kann BaByliss nicht mithalten, denn das Gerät hat kein Zubehör.

Check-Punkt Handhabung und Optik

Das Kabel des Auto-Curlers von BaByliss ist 2,7 Meter lang, wohingegen das Produkt von Philips eine Kabellänge von 2 Metern hat. Mich persönlich hat dieser Unterschied nicht gestört. Wer allerdings mehr Bewegungsfreiheit beim Locken benötigt, wird mit dem BaByliss-Produkt wohl glücklicher. Beide Tools verfügen außerdem über ein Kabelgelenk, was natürlich sehr praktisch beim Stylen ist. In puncto Griffigkeit hat mir persönlich der Auto-Curler von Philips besser gefallen, denn er ist leichter (620 Gramm) als der von BaByliss (750 Gramm).

Weiterhin sind auch die Anzeige der Temperaturstufen, Zeitstufen und Lockendrehrichtung beim Philips-Lockenstab besser erkennbar und somit praktischer. Während die Informationen bei diesem Gerät eindeutig ablesbar sind, muss man beim BaByliss vor allem anfangs genauer hinsehen. Die Beschreibungen sind nämlich in sehr kleiner Schrift seitlich der Regler zu finden. Nachdem ich den Auto-Curler von BaByliss allerdings öfter verwendet hatte, wusste ich dann natürlich auswendig, wo sich welche Funktionen befinden. Deswegen stört mich dieser Punkt inzwischen kaum noch.

Mein Favorit in Sachen Optik ist eindeutig der automatische Lockenstab von Philips, da das Gerät insgesamt einen hochwertigeren Eindruck macht. Allerdings ist es auch wesentlich teurer als das Produkt von BaByliss - aber dazu später mehr.

Check-Punkt Styling und Ergebnis

Philips-Auto-Curler im Test
Das Ergebnis nach dem Styling mit dem Auto-Curler von Philips.
© privat

Wie gut gelingt das Locken mit den Auto-Curlern? Vorab muss ich erwähnen, dass ich in Sachen Haarstyling eher unerfahren bin. Mit herkömmlichen Lockenstäben kam ich bisher kaum zurecht. Deswegen war ich natürlich gespannt, ob mir das Locken mit den automatischen Lockenstäben besser gelingt.

Philips:
Zuerst habe ich den MoistureProtect Auto-Curler von Philips ausprobiert. Ich habe mich an die kurze Bildanleitung gehalten und anfangs auch den Abteiler für die Haare verwendet. Mit der Zeit fand ich das aber lästig und habe die Strähnen selbst mit den Fingern eingeteilt. Insgesamt verlief das Styling schnell, denn ich war in nur 25 Minuten fertig. Allerdings ist es doch öfter mal passiert, dass sich eine Haarsträhne beim Eindrehen verheddert hatte. Das lag aber wohl eher daran, dass ich sie nicht ordentlich genug im Lockenstab platziert hatte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Locken sind meistens gut gelungen. Allerdings war das nur der Fall, wenn ich den Auto-Curler auf der höchsten Temperaturstufe verwendet habe. Niedrigere Einstellungen führen bei mir dazu, dass die Haare höchstens leicht wellig werden. Wer diesen welligen Look anstrebt, wird damit natürlich zufrieden sein. Was ich sehr gut finde ist, dass meine Haare nach der Anwendung tatsächlich noch sehr "gesund" aussahen.

BaByliss:
Auch beim Locken der Haare mit dem BaByliss-Curler war ich zügig fertig. Zur Einteilung der Haarsträhnen habe ich nur meine Finger verwendet. Nach knapp 20 Minuten hatte ich aus meinen glatten Haaren einen schönen Lockenkopf gezaubert. Das Einlegen der Haare in den Auto-Curler ging leichter als beim Philips-Gerät. Nicht ein einziges Mal ist es mir passiert, dass sich meine Haare in dem Gerät verheddert haben.

Auf der höchsten Stufe eingestellt, produziert das BaByliss-Gerät sehr schöne und definierte Locken, die sich auch im Laufe des Tages nicht so schnell verflüchtigen wie beim Philips-Curler. Auch auf der mittleren Temperaturstufe zaubert der automatische Lockenstab von BaByliss immer noch schöne Locken, allerdings halten sie weniger lang.

Der Preisvergleich

Der BaByliss-Auto-Curler ist bei Amazon aktuell für knapp 94 Euro anstatt 129 Euro zu haben. Für den automatischen Lockenstab von Philips zahlt man inklusive Versand 134,95 Euro. Allerdings hat der Auto-Curler von Babyliss eindeutig die Nase vorn.

Fazit im Duell BaByliss vs. Philips

In Sachen Zubehör, Optik und der Handhabung hat der MoistureProtect Auto-Curler von Philips mich mehr überzeugt als das Gerät von BaByliss. Allerdings fand ich das Styling mit dem automatischen Lockenstab von BaByliss besser, da mir das Eindrehen der Haarsträhnen einfacher gelang. Zudem war ich schneller mit den Locken fertig. Weiterhin waren meine Locken damit definierter und sie hielten länger.

» Deswegen ist der Auto-Curler von BaByliss mein persönlicher Testsieger, obwohl das Gerät etwas schwer in der Hand liegt.

Das soll aber nicht bedeuten, dass der Auto-Curler von Philips kein gutes Ergebnis geliefert hat. Jedoch hielten die Locken bei mir nicht so gut, sodass sie im Laufe des Tages eher zu Wellen wurden.

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