2018 M12 19 - 17:22 Uhr

Hollywood-Stunts im deutschen TV seit 22 Jahren

"Alarm für Cobra 11" ist DAS Action-Format im deutschen Fernsehen. Es vergeht keine Folge ohne rasante Verfolgungsjagden und viel Wumms. Kein Wunder, dass das Team bereits acht Mal mit dem in den USA vergebenen "Taurus Word Stunt Award" ausgezeichnet wurde. In zwei Jahrzehnten kommt da einiges an Materialverschleiß zusammen! Interessante Fakten und einen Rückblick auf vergangene Stunts, kriegt ihr hier.

Eine Serie der Superlative

Alarm für Cobra 11: Stunt wird mit Spielzeugautos durchgespielt
Profis bei der Arbeit: Hier werden die aufwendigen Stunts mit Spielzeugautos durchgespielt.
© Guido Engels, MG RTL D, Guido Engels

Am 12. März 1996 startet "Alarm für Cobra 11" mit der Folge "Bomben bei Kilometer 92". 10,2 Millionen Zuschauer verfolgten damals den Pilotfilm. Seitdem brechen die Stunts der Serie alle Rekorde: Mehr als 7.000 Autos wurden über die Jahre geschrottet. Knapp 4.000 Stunts mit Autos, Booten und Motorrädern gab es in 33. Staffeln. Mehr als 750 Mal überschlugen sich Autos in der Serie. Davon sind bis heute die wenigsten ferngesteuert. Der Rekord: Bis zu 16 Mal ließen die Techniker einen Wagen rotieren.

Echtes Feuer und echte Knarren

Semir Gerkhan alias Erdogan Atalay vor einem brennenden Auto.
Semir Gerkhan alias Erdogan Atalay vor einem brennenden Auto.
© Guido Engels

Auch bei den mehr als 700 Explosionen der letzten zwei Jahrzehnte ist stets echtes Feuer am Werk. Die Feuerbälle werden nicht am Computer erstellt. Die Darsteller sind oft ganz nah dran. Für die Folge "Showtime für Paul" steckten die Stuntspezialisten Daniel Roesner hinter Sicherheitsglas, so dass er buchstäblich in einem Feuerball stand.

Und auch die Waffen am Set sind echt. Alle Cobra-Cops und Bösewichte werden von Ex-Militärs im Umgang mit Waffen geschult. An Drehtagen mit Schießerei ist immer mindestens ein Waffenmeister mit am Set. Natürlich wird aber nur mit Platzpatronen geschossen. Davon wurden im Laufe der Jahre schon 20.000 Stück verballert.

So aufwendig sind die Vorbereitungen

Alarm für Cobra 11: Die Dienstwagen der Autobahn-Cops werden am häufigsten geschrottet.
Die Dienstwagen der Autobahn-Cops sind am meisten in Unfälle verwickelt.
© Guido Engels

Zwischen fünf und 20 Fahrzeuge werden für einen einzelnen Stunt gebraucht. Meist werden zwei bis drei Fahrzeuge eines Modells benötigt: ein Spielfahrzeug, eine Dublette für Zusammenstöße und eins für den finalen Überschlag. Diese Autos haben oft mehrere Cobra-Leben, bevor sie endgültig auf den Schrott kommen. Für die vielen Überschläge werden rund fünf Überschlagskäfige pro Folge verbaut. Das macht über die Jahre insgesamt 53.700 Meter verarbeitete Stahlrohre. Am meisten werden übrigens die Dienstwagen der Autobahncops geschrottet. Sie sind in der Regel mindestens einmal pro Folge in einen Unfall verwickelt.

Wer gerne alte Folgen von "Alarm für Cobra 11" sehen möchte, kann dies übrigens online auf TV NOW machen.