Der Supertalent-Kandidat merkt sich ALLE Namen und Geburtstage des Publikums

8 Alltags-Tipps von Gedächtnis-Experte Boris Nikolai Konrad - SO bleibt Ihr Hirn fit

10. November 2021 - 8:37 Uhr

Gedächtnis-Experte Boris Nikolai Konrad tritt in der sechsten Supertalent-Show mit einer ungewöhnlichen Performance vor Lukas Podolski & Co.: "Ich habe mir eure Vornamen und eure Geburtsdaten gemerkt. Also von euch allen. Von allen, die hier im Studio sitzen!" Ehm, wie Bitte? Aber es ist genau so, wie er sagt: Der Neurowissenschaftler hat sich nur wenige Stunden vor der Show alle Sitzplatznummern, Namen und Geburtstage des Studio-Publikums eingeprägt – und er nennt sie wirklich fehlerlos, wie wir oben im Video zeigen. Wie macht er das nur? Hinter dem achtfachen Gedächtnis-Weltmeister liegen über 20 Jahre Training und Forschung. Doch auch er hat damals als Abiturient klein angefangen – mit Gedächtnis-Techniken zum Lernen und für den Alltag. Jetzt will er allen zeigen: Das können SIE auch! Hier gibt's acht einfache, aber effektive Tipps von Nikolai, um Ihr Hirn fit zu halten.

1. Dinge bewusst ablegen

Wo ist denn jetzt der verdammte Schlüssel und warum ist das Handy spurlos verschwunden!? Im Alltag agieren wir so oft auf Autopilot, dass wir gar nicht bewusst mitbekommen, wo wir viele unserer Gegenstände ablegen. Ein einfacher Trick: Wenn Sie das Handy aus der Hand legen, weisen Sie sich selbst bewusst darauf hin, wo – und im besten Fall auch warum – Sie es an dem bestimmten Ort lassen. Wetten, dass Sie so nie wieder panisch danach suchen werden?

2. Say my name!

Viele Menschen können sich Namen einfach nicht merken, wenn sie auf neue Personen treffen. Boris Nikolais Tipp, denn er auch bei seinem "Supertalent"-Experiment angewandt hat: Es hilft, den Namen einmal bewusst auszusprechen. Also: "Hallo Susanne!" oder "Susanne war's, hab ich das richtig verstanden?" Schon ist Ihnen der Name viel bewusster.

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3. Einkauf im Kopf

Packen Sie Ihre Einkaufsliste vor dem Gang in den Supermarkt ruhig ein, aber füllen Sie den Wagen erst mal aus dem Kopf. Danach können Sie immer noch mit der Liste checken, ob Sie wirklich an alles gedacht haben. So kann nichts schief gehen, aber Sie verlassen sich nicht nur auf Hilfsmittel. Das fordert Ihr Hirn!

4. Loben Sie den Tag ruhig vor dem Abend

Ein schwieriges Gespräch mit dem Chef oder ein gefürchteter Zahnarzt-Termin steht an? Dann hilft Ihnen direkt nach dem Aufwachen ein einfacher Gedanke, um trotzdem mit positiveren Gefühlen in den Tag zu starten. Suchen Sie sich eine Sache, auf die Sie sich trotz allem heute freuen können. Das Gehirn fokussiert sich auf das Positive und die Grundstimmung steigt.

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5. Pausen sind produktiv - auch bei Hausaufgaben!

Überfordern Sie Ihr Hirn nicht – es hat eine regelmäßige Pause verdient, wenn Sie intensiv an etwas arbeiten. Das gilt beispielsweise auch für Kinder beim Hausaufgaben-Machen. Neurowissenschaftler Boris Nikolai Konrad empfiehlt alle halbe bis ganze Stunde eine kurze Pause von fünf Minuten, um leistungsfähig zu bleiben. In den Ruheminuten hilft ein bisschen Bewegung oder ein kurzes Spiel.

6. Lernen im Schlaf?

Ob Vokabeln oder wichtige Daten – was auch immer Sie sich einprägen möchten, vor dem Einschlafen sollten Sie noch einmal daran denken. Das bedeutet nicht: Das Bett zum Schreibtisch machen und alles nochmal durchpauken. Sondern: Dem Gehirn beim Einschlafen durch kurzes Denken an den Lernstoff zu vermitteln, wo Ihr Fokus liegt. So werden diese Informationen eher im Langzeitgedächtnis gespeichert, denn eine der wichtigsten Funktionen des Schlafes ist, unser Gedächtnis aufzuräumen.

So können Sie natürlich auch mit Ihren Kindern nach dem Vorlesen der Gute-Nacht-Geschichte kurz und spielerisch besprechen, was heute Thema in der Schule oder bei den Hausaufgaben war. Übrigens: Nur das Gehirn dessen, der genug schläft, funktioniert optimal.

7. Rätseln Sie richtig!

Ja, es gibt ein schnelles Erfolgsgefühl, wenn Sie das Sudoku oder Kreuzworträtsel in fünf Minuten gelöst haben. Aber: Ihr Gehirn haben Sie dabei wahrscheinlich nicht trainiert. Wie beim Sport zeigt das Training nur dann Erfolge, wenn Sie an Ihre Grenze gehen und sich herausfordern. Das heißt: Zum Einstieg darf es leicht sein, muss dann aber immer wieder gesteigert werden. Wenn Sie beim Rätseln also richtig intensiv nachdenken müssen, ist das kein Grund zum Verzweifeln, sondern zur Freude: Genau dann trainieren Sie Ihr Hirn!

8. Wiederholung macht den Meister

Sie haben einen interessanten Artikel gelesen oder eine lange Besprechung hinter sich – jetzt dürfen Sie Ihrem Hirn eine Minute gönnen, in dem Sie sich daran erinnern, welche Informationen Sie gerade erhalten haben, statt sich direkt auf den nächsten Tagesordnungspunkt zu stürzen. Fragen Sie sich ganz bewusst: "Was habe ich da gerade gelesen?" oder "Welche Erkenntnis haben wir im Meeting erreicht?" Diese selbstständige Erinnerung hat laut Boris Nikolai einen sehr starken Effekt, denn sie signalisiert dem Gehirn: Diese Informationen sind wichtig.

„Das Supertalent“ online auf RTL+ und bei RTL im TV schauen

Natürlich stehen alle Supertalent-Folgen im Anschluss auch auf RTL+ online zum Streamen bereit. (kwa)