3G am Arbeitsplatz

Betriebe dürfen nun ihre Mitarbeiter kontrollieren

24. November 2021 - 17:03 Uhr

Angestellte nun unter 3G-Regeln

Was schon lange in der Gastronomie und bei öffentlichen Veranstaltungen gilt, wird nun auch auf Betriebe in Hessen ausgeweitet. Neben einer Vielzahl anderer neuer Regelungen müssen Angestellte hessischer Betriebe, sofern sie in Präsenz arbeiten, nun nachweisen, dass sie unter die 3G-Regelung fallen. Sie müssen also genesen, geimpft oder getestet sein. Wie das in der Praxis aussieht, sehen Sie in unserem Video. Für den Beitrag haben wir das Franziska Schervier Seniorenzentrum in Frankfurt besucht.

Tests sind nur eine Momentaufnahme

Für Bernd Trost ist es keine große Umstellung: Über 80 Prozent seiner Mitarbeiter im Franziska Schervier Seniorenzentrum in Frankfurt sind geimpft. Die anderen werden schon seit ein paar Wochen täglich getestet. "Auch der Test ändert ja nichts daran, dass jemand ungeimpft ist. Die Tests sind immer nur eine Momentaufnahme, eine frische Infektion können wir damit gar nicht erkennen", erzählt er uns im Interview. Lieber wäre es ihm, wenn alle seine Angestellten geimpft wären, eine Impfpflicht gibt es allerdings noch nicht.

Die Pflegerin Gulmira Zucker hat sich beispielsweise gegen eine Impfung entschieden. "Mir ist es lieber, mich jeden Tag zu testen", erzählt sie uns. Sie möchte auf Langzeitstudien zu möglichen Impfreaktionen warten.

Gewerkschaft: Konsequenzen für Test- und Impfverweigerer

Was passiert nun, wenn Angestellte sich sowohl den Impfungen als auch den Tests verweigern? Laut der Gewerkschaft Verdi gibt es dafür eine logische Konsequenz: "Die Kollegen, die sich nicht testen lassen wollen und auch nicht geimpft oder genesen sind, die dürfen ja ihren Arbeitsplatz nicht betreten. Also faktisch können sie ihrer Arbeit nicht nachkommen und der Arbeitgeber muss keinen Lohn zahlen", sagt Georg Schulze, der Fachbereichsleiter Gesundheit der hessischen Verdi.

(kmü)