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Steckbrief: Claus Weselsky

Claus Weselsky picture alliance / ZB
  • Name:
    Claus Weselsky
  • Beruf:
    Lokführer und GDL-Vorsitzender
  • Geboren am:
    18. Februar 1959
  • Geburtsort:
    Dresden
  • Sternzeichen:
    Wassermann
Claus Weselsky ist der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL). Bekannt wurde er vor allem durch den GDL-Streik 2014.


Vom Lokführer Gewerkschaftsvorstand: der Werdegang von Claus Weselsky

Claus Weselsky ist ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär, der am 18. Februar 1959 in Dresden geboren wurde. Aufgewachsen ist er im Bezirk Dresden in der ehemaligen DDR. Seine Ausbildung zum Schienenfahrzeugschlosser bei der Deutschen Reichsbahn (DR) begann er 1975. Später wurde er zum Lokführer ausgebildet. Im Mai 1990 trat er in die erneut ins Leben gerufene Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein. Bis 1992 arbeitete Claus Weselsky neben seinen Tätigkeiten in der Gewerkschaft noch als Lokführer für die Deutsche Bahn (DB). Ab 1992 konzentrierte er sich ganz auf seine Tätigkeit als Gewerkschaftsfunktionär.

Zunächst engagierte sich Claus Weselsky als Betriebsrat im Regionalverkehr Dresden, später als stellvertretender Bezirksvorsitzender. Zwischen 2002 und 2006 arbeitete er in der Tarifabteilung der GDL, wofür er in die Gewerkschaftszentrale nach Frankfurt am Main wechselte. Im Mai 2006 wurde Weselsky stellvertretender Bundesvorsitzender der GDL. Diese Position hatte er zwei Jahre inne, bis er im Mai 2008 zum Bundesvorsitzenden der GDL aufstieg. 2010 wurde Claus Weselsky zum Vizepräsidenten der Autonomen Lokomotivführer-Gewerkschaften Europas (ALE) gewählt. 2012 folgte die Ernennung zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden des dbb Beamtenbunds und Tarifunion.

Claus Weselskys Beteiligung als Gewerkschaftsvorsitzender an den Bahnstreiks 2015 & 2021

Öffentlich unter starken Druck geriet der Gewerkschaftsvorsitzende während der Lokführerstreiks im Jahr 2015. In Teilen der Medien und der Politik wurde die Kritik vorgebracht, Claus Weselsky schadete aus eigenem Machtinteresse Millionen von Reisenden mit langen Wartezeiten. Weselsky wies die Anschuldigungen zurück und konterte, dass er grundsätzliche Gewerkschaftsrechte verteidige. Auch im Jahr 2021 war Claus Weselsky wieder an den Tarifstreiks beteiligt. So rief die GLD bisher zu 3 Bahnstreiks innerhalb weniger Wochen auf. Wieder setzt sich Weselsky für höhere Löhne, verbesserte Arbeitsbedingungen, sowie eine einmalige Corona-Prämie von 600 Euro ein. Weselsky wollte sich nicht mit den Schlichtungsversuchen der Deutschen Bahn zufriedengeben und forderte einen schnelleren und konkreteren Beginn der Lohnstufenerhöhung.

Kontroversen rund um GLD-Vorstand Claus Weselsky

Während des Streiks 2014 geriet Weselsky wegen einer diskriminierenden Aussage in Kritik: „Wenn sich zwei Kranke miteinander ins Bett legen und ein Kind zeugen, da kommt von Beginn an was Behindertes raus.“ Gemeint war die konkurrierende Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Weselsky entschuldigte sich für die Aussage und sieht sie als seinen größten Fehler während der Tarifverhandlungen an. Außerdem wurde ihm Machtinteresse auf Kosten andere vorgeworfen, sowie seine mangelnde Verhandlungsbereitschaft angeprangert.

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