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Warnung vor schwerer Sturmflut in Hamburg - Bahnverkehr stark beeinträchtigt

Orkantief "Nadia" fegt über Deutschland

Warnung vor schwerer Sturmflut in Hamburg - Bahnverkehr stark beeinträchtigt

dpatopbilder - 29.01.2022, Schleswig-Holstein, Dagebüll: Ein Positionslicht ist bei Sturm und Einbruch der Dunkelheit am Fähranleger zu sehen. Der Deutsche Wetterdienst DWD warnte vor Sturm am Wochenende durch das Sturmtief «Nadia». Foto: Bodo Marks/
Sturm an der Küste von Schleswig-Holstein.
bom axs, dpa, Bodo Marks

Das Sturmtief "Nadia" rauscht über Deutschland – und das hat fatale Folgen: In Hamburg wird vor einer starken Sturmflut gewarnt. Durch umgestürzte Bäume und blockierte Gleise wird der Verkehr im Norden Deutschlands stark beeinträchtigt. Reisende müssen umplanen.

In welchen Regionen es richtig gefährlich wird, lesen Sie hier.

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Deutsche Bahn stellte Betrieb teilweise ein

Aufgrund von Sturmschäden komme es im Fernverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland zu Zugausfällen und Verspätungen, so die Deutsche Bahn. Der Fernverkehr in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sei für etwa 50 Minuten sogar eingestellt worden, mittlerweile aber wieder angelaufen, sagte ein Bahnsprecher.

Betroffen sind noch vor allem die Strecken Hamburg - Bremen, sie ist der zurzeit nur eingleisig befahrbar und die Strecke Hamburg - Büchen. Auch der Regionalverkehr ist weiter massiv betroffen.

Reisende und Pendler sollten sich vor Fahrtantritt über die Webseite, die App oder telefonisch informieren, ob ihr Zug wie geplant fährt.

Die nächsten Stunden bleiben nach Angaben des Deutsche Wetterdienstes (DWD) stürmisch. Die Experten warnten am Samstag vor Sturm bis hin zu Orkanböen. Der Höhepunkt wurde in der Nacht zum Sonntag erwartet.

Sturmflut-Warnung verschärft

Unterdessen hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) seine Sturmflut-Warnung verschärft. Für die deutsche Nordseeküste bestehe nun die Gefahr einer schweren Sturmflut, teilte das BSH am Samstagabend mit.

Die Wasserstände im Hamburger Elbgebiet könnten 2,5 bis 3 Meter höher sein als das mittlere Hochwasser. Der Scheitelpunkt soll am Sonntagmorgen gegen 1.50 Uhr erreicht werden. Auch für Ost- und Nordfriesland bestehe den Angaben nach eine Warnung vor einer schweren Sturmflut.

Zuvor hatten die BSH-Experten an der Elbe in Hamburg mit Wasserständen von 2 bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser gerechnet. An der Nordseeküste spricht man von einer Sturmflut, wenn das Hochwasser mindestens 1,5 Meter höher als normal aufläuft. Von einer schweren oder sehr schweren Sturmflut wird erst ab Werten von 2,5 beziehungsweise 3,5 Meter gesprochen. (msc/dpa)