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Tränen bei Borussia Mönchengladbach: Max Eberl hört auf - es geht um seine Gesundheit

Bewegende Worte des Sportdirektors

Tränen-PK: Eberl hört in Gladbach auf - "Bin erschöpft, bin müde"

Emotionaler Abschied von Gladbach-Macher Max Eberl. Der Sportdirektor des kriselnden Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat mit bewegenden Worten mitgeteilt, dass er den Club verlässt. Er machte damit offiziell, was am Donnerstagabend schon berichtet wurde. Als Auslöser nannte er auf der kurzfristig anberaumten Pressekonferenz gesundheitliche Gründe.

Gesundheit geht vor

Der 48-Jährige verlässt den Verein nach 23 Jahren als Spieler und Funktionär auf eigenen Wunsch und war schon vor seinen ersten Worten den Tränen nahe. „Ich bin erschöpft, ich bin müde“, sagte Eberl. Er habe nicht mehr genug Kraft, den Job auszuüben.

Seinen Vertrag hatte er im Dezember 2020 noch vorzeitig bis 2026 verlängert. Doch die Freude, die Leichtigkeit des Fußalls ist weg. „Ich beende was, was mein Leben war. Ich beende was, was mir Spaß und Freude bereitet hat. Fußball war mein Leben“, sagte Eberl.

Der Club habe um ihn gekämpft, aber er müsse „auf den Menschen achten. Alles, was ich hatte, habe ich auf dem Platz gelassen. Es geht nicht mehr um Fußball, es geht um mich.“

Er sei „ein ganz gutes Beispiel dafür, was auf der Welt passiert“, sagte Eberl mit Blick auf die Gerüchte, die seit dem Vorabend aufgekommen waren: „Was in 24 Stunden gemacht wird, was gesprochen wird und spekuliert wird, das ist das, was mich krank macht.“

"Ich will einfach raus"

Ein wichtiges Ziel sei nun Abstand zum Fußball-Business zu gewinnen. „Ich will einfach raus. Raus aus dem Fußball“, sagte Eberl. „Ich will die Welt sehen. Freude haben. Keine Verantwortung tragen. Einfach Max Eberl sein“, so der 48-Jährige weiter.

Das sei der Grund „warum ich diese unfassbar schwere Entscheidung zu einem unfassbar schweren Zeitpunkt getroffen habe. Ich bin traurig, weil ich viele Menschen lieb gewonnen habe und diese nun zurücklassen muss, um selber wieder etwas klarer zu werden.“

Ob und wann er eine Rückkehr zum Profifußball plant, ließ der Manager offen.“ Ich werde wie Hape Kerkeling einfach mal weg sein und dann schauen, was die Zukunft bringt.“ Den Pilger-Jakobsweg wolle er allerdings nicht laufen. „Dafür bin ich nicht mehr fit genug. Ich werde an euch denken, aber mal das Leben genießen. Es war mir eine Ehre, hier gearbeitet zu haben" (msc)