Sie übertragen das Dengue-Fieber

Tigermücke in Süddeutschland – Gift soll gegen die Insekten helfen

Mücke Stegomyia aegypti
© dpa, Gustavo Amador

19. August 2020 - 11:06 Uhr

Stechmücken aus Südostasien auf dem Vormarsch

Sie ist nur wenige Millimeter groß, kann aber gefährliche Krankheiten übertragen: Die asiatische Tigermücke ist im Süden Deutschlands auf dem Vormarsch. In einigen Städten werden die Insekten jetzt mit einem speziellen Gift bekämpft.

Tigermücken sind stechlustige Krankheitsüberträger

Ein Stich der Asiatischen Tigermücke ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch gefährlich werden. Die schwarz-weiß gemusterten Insekten können unter anderem das Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus übertragen. Eine Infektion mit dem Zika-Virus soll zum Beispiel Schädeldeformationen bei Föten und Neugeborenen auslösen, die von geistigen Einschränkungen begleitet werden. Corona-Viren sollen die Mücken dagegen nicht übertragen können.

So gehen süddeutsche Städte gegen die Tigermücke vor

In der Gegend um Weil am Rhein sind in letzter Zeit immer wieder asiatische Tigermücken aufgetaucht. Besonders wohl fühlen sie sich in künstlichen Wasserbehältnissen: In Regentonnen, Gießkannen oder Topfuntersetzern legen die Mücken ihre Eier.

Zur Bekämpfung der Plagegeister verteilt das Ordnungsamt nun Gifttabletten an die Bürger. Im Neubaugebiet Melm bekommen Haushalte sogenannte Bti-Tabletten. Der biologische Wirkstoff "Bacillus thuringiensis israelensis" wird in Wasser gelöst und kommt in einer Sprühflasche zum Einsatz.

Für Menschen und Tiere ist er unbedenklich, auch das damit behandelte Wasser darf weiterhin verwendet werden. Für die Mücken dagegen ist der Wirkstoff tödlich.

Insektenfallen und Co. – so können Sie sich schützen

Wer die auffällig gemusterten Insekten mit den fünf Ringen an den Hinterbeinen entdeckt, soll diese bei den örtlichen Behörden melden.

Spezielle Insektenfallen für die Asiatische Tigermücke können bei deren Bekämpfung helfen. Vor allem aber sollten unnötige Wasseransammlungen vermieden werden.