Hilfe - ich hab nichts anzuziehen!

Virtueller Kleiderschrank: Was können Styling-Apps?

5. September 2019 - 16:15 Uhr

Apps sollen für Klamotten-Überblick sorgen

Jeden Morgen spielt sich in Millionen Haushalten das Gleiche ab: Frauen wie Männer stehen verzweifelt vor dem Kleiderschrank – und haben einfach nichts anzuziehen. Und das, obwohl er proppenvoll mit Klamotten ist. Doch gerade dann geht der Überblick oft flöten. Die Folge: Wir tragen einfach immer die gleichen Sachen! Diverse Styling-Apps sollen dieses Problem lösen und uns ruckzuck das perfekte Outfit für den jeweiligen Tag ausspucken. Kann das funktionieren? Unsere Reporterin macht den Test mit der App "Pureple" – die erstaunlichen Ergebnisse gibt's im Video!

Apps versprechen mehr Zeit und weniger Stress

Ein Online-Kleiderschrank, der unsere komplette Styling-Planung im Griff hat und uns morgens kostbare Zeit spart? Klingt zu schön, um wahr zu sein. Diverse Apps sollen das ermöglichen. Aber wie genau funktioniert das? Wir stellen ein paar Beispiele vor.

Cladwell

  • Für iOS
  • Kostenlos

Funktionsweise:

Aus einer großen Bibliothek lassen sich Kleidungsstücke auswählen, die man selbst besitzt. Auch eigene Bilder können hochgeladen werden – hier lässt sich aber der Hintergrund nicht entfernen, also sollten die Kleidungsstücke vor einem weißen Hintergrund abfotografiert werden.

Aus den vorhandenen Bildern lassen sich dann Garderoben erstellen, etwa für die verschiedenen Jahreszeiten, für die Arbeit oder für Festlichkeiten. Die Outfits werden entweder um ein vorgegebenes Kleidungsstück herum vorgeschlagen – oder man verknüpft die App mit der Wettervorhersage und bekommt drei verschiedene Optionen angezeigt.

Stylebook

  • Für iOS
  • Ca  4,50 Euro einmalig

Funktionsweise:

Über die Funktion "Stylebook Closet" kann ein virtueller Kleiderschrank erstellt werden – entweder mit Bildern von Artikeln aus Onlineshops, die man bereits besitzt oder die ähnlich aussehen (Achtung: Nur für den Privatgebrauch!), oder mit selbst hochgeladenen Fotos. Bei diesen kann der Hintergrund manuell entfernt werden. Jedes Kleidungsstück wird dann einer bestimmten Kategorie sowie Jahreszeit zugeordnet.

Mit dem Outfitplaner lassen sich dann verschiedene Kombinationen der eigenen Besitztümer erstellen. Das geschieht also nicht automatisch durch einen Algorithmus, sondern der User muss selbst ausprobieren – hat so aber immerhin einen Überblick und kann neue Styling-Ideen entdecken, auf die er vor dem echten Kleiderschrank vielleicht nicht gekommen wäre.

Stylicious

  • Für Android und iOS
  • Kostenlos

Funktionsweise:

​Auch hier können User mit Fotos ein Register der eigenen Kleidung anlegen und so eigene Outfits planen. Wer es richtig durchziehen will, hat dafür auch einen Kalender zur Verfügung. Auch der Koffer für den Urlaub lässt sich virtuell packen. Eine Funktion, die verschiedene Kombis vorschlägt, gibt es aber nicht. Vielmehr sollen sich die Nutzer durch den verknüpften Onlineshop sowie einen Style-Blog inspirieren lassen.