Bridge, Lampen, Sync-Box & Co.

Philips Hue und Alternativen: Was Sie für die Smart-Home-Beleuchtung brauchen

Philips Hue: Wir zeigen, was wichtig ist, wenn Sie gerne smartes Licht hätten
© tink

15. April 2020 - 16:41 Uhr

Glühbirnen lassen sich ganz simpel per Smartphone dimmen und heller machen

Philips Hue ist das bekannteste System für smarte Beleuchtung. Doch was braucht es für den Start – und welche günstigen Alternativen gibt es? Wir beantworten die wichtigsten Fragen und zeigen, welche Produkte sich aktuell besonders lohnen.

Die ersten wichtigen Philips-Hue-Fragen

  1. Was ist Philips Hue überhaupt? Hue heißt "Farbton" – und das beantwortet auch schon die wichtigste Frage. Bei dem System geht es im Grunde um verschiedenste smarte Leuchtkörper (wie Glühbirnen, LED-Streifen, Leuchtschalen), die über ein Smartphone, Schalter oder per Sprachassistent gesteuert werden. Die Leuchten lassen sich dimmen, zeitsteuern und in den meisten Fällen lässt sich auch die Farbe ändern.
  2. Was brauche ich? Neben einem Smartphone und einem Hue-Leuchtkörper: Eigentlich nichts. Die Birnen kommen in den standardisierten Sockelgrößen normaler Leuchten daher und können dort einfach eingesetzt werden. Wer aber alle Funktionen nutzen möchte, benötigt noch eine Bridge, die als Art eigener Router für Lampen agiert. Wer hier jetzt zusammenzuckt: Keine Bange, die Einrichtung funktioniert laut Hersteller quasi automatisch.
  3. Was ist möglich? Philips Hue ist individuell anpassbar: Helles Leselicht wird auf Knopfdruck - oder per Zeitplanung - zum rötlich-warmen Kuschel-Ambiente. Auch ein nachgebautes Ambilight für den Fernsehabend ist möglich. Das geht mit einzelnen Lampen oder Raum-übergreifend.
  4. Was kosten die smarten Lampen? Die Philips-Lampen gehören zu den teuersten Leuchtkörpern, liefern aber auch die überzeugensten Ergebnisse. Ein Preisvergleich der Philips-Hue-Produkte* lohnt sich jedoch immer, denn häufig gibt es Angebots-Aktionen oder gute Bundles.

Start ins Smart-Home mit einer Bridge

Philips Hue.
Philips Hue: Starter-Set mit bunten Leuchten
© Philips, Signify

Die meisten Hue-Leuchten sind inzwischen auch mit Bluetooth kompatibel. Das heißt: Sie schrauben die Leuchte ein und legen direkt los. Dieses System hat aber seine Grenzen: Sie können nämlich "nur" 10 Lampen über die Bluetooth-App ansteuern – und auch die Zuweisung einzelner Räume ist nicht wirklich möglich. Wer jedoch seine Wohnung langfristig komplett mit den smarten Birnen ausrüsten möchte, benötigt eine Bridge. Mit diesem Knotenpunkt und WLAN steuern Sie bis zu 50 Lampen in verschiedenen Räumen der Wohnung. Auch zeitgesteuertes Schalten der Lampen geht nur mit diesem Zubehör.

Produkt-Empfehlung zum Einstieg: Starter-Set
Mit diesem Starter-Set* sind Sie für den ersten Moment gut ausgerüstet: Drei E27-Leuchten (Standard-Größen für normale Deckenlampen) gibt es zusammen mit der Bridge und bieten so die Möglichkeit, einen ersten Raum mit den farbigen Leuchten auszustatten. Preslich liegen diese Bundles im Schnitt bei 120 Euro, die Schwankungen sind jedoch stark. Hier lohnt sich ein Preisvergleich.

  • Zusammenfassung: Bundles bieten einen guten Einstieg in die Welt von Philips Hue. Achten Sie auf Sets mit farbigen Lampen ("White and Color Ambiance") für den vollen Funktionsumfang.

🛒 Zum Preisvergleich bei idealo: Philips Hue Starter-Set*

Philips Hue: Welche Standard-Leuchten gibt es?

Neben den klassischen E27-Leuchten gibt es für Räume noch ein paar andere standardisierte Fassungen, die jeweils kompatibel sind. Quasi alle Varianten sind in Farbe, Warm- und Kaltweiß oder nur dimmbar erhältlich. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Lampen jeweils die Kriterien erfüllen. Für eine maximale Funktionalität und Farbe empfehlen wir nur die jeweils beste Variante, auch wenn abgespeckte Lampen etwas günstiger sind.

  • Philips Hue E27*: Der Klassiker zum Eindrehen. Geeignet für Deckenleuchten, Steh- oder größere Schreibtischlampen. Diese Variante kommt wahrscheinlich am häufigsten zum Einsatz.
  • Philips Hue E14*: Der kleine Bruder der E27 für klassische Kerzen-Lampen, kleine Steh-Leuchten oder Nachttischlampen.
  • Philips Hue GU10*: Die GU10-Stecker sind beispielsweise für fest integrierte Deckenlampen gedacht. Sie ersetzen klassische Halogen-Stecker.

Die 3 beliebtesten Alternativen zu Philips Hue

Philips Hue und die oft deutlich günstigeren Alternativen anderer Hersteller arbeiten alle mit dem Zigbee-Standard. Das bedeutet: Auch Produkte von IKEA, Osram & Co. funktionieren in der Philips-App und lassen sich kombinieren. Achtung: Auch wenn grundlegende Funktionalität gegeben ist, kann es immer wieder zu kleineren Unstimmigkeiten kommen. Beispielsweise wechseln Fremdleuchten manchmal nicht sofort in die richtige Helligkeitseinstellung, etwa wenn ein dunkleres Licht zum Fernsehen im Raum aktiviert werden soll. Auch Zusatzfunktionen wie Hue-Play (dazu gleich mehr) funktionieren nicht immer. Das sind die beliebtesten Alternativen im Überblick:

  • IKEA TRÅDFRI*: IKEA trifft den Punkt zwischen Preis und Leistung. Die Leuchten sind zwar etwas behäbiger als die von Philips, hier kann aber niemand meckern. Preislich liegen sie spürbar unter den Hue-Varianten (smarte Lampen gibt es ab 8 Euro aufwärts).
  • Osram Smart*: Osram hat enorme Erfahrung mit Leuchtmitteln. Das merkt man auch an diesen Lampen: Die Qualität und Produktauswahl ist hier sehr solide (Preis: ebenfalls ab 8 Euro).
  • tint*: Die Birnen sind vergleichsweise günstig (ab 13 Euro) mit ordentlicher Qualität kommen. Das Zubehör fühlt sich zwar etwas billig an, die Lampen selbst machen aber einen vernünftigen Eindruck.

Philips Hue: LED-Streifen, Leuchtschalen und Strahler

Philips Hue Go
Die Philips-Hue-Go-Lampen sind drahtlos und deshalb flexibel positionierbar
© Philips / Proshop.de

Es gibt inzwischen immer mehr Hue-Produkte, die keine klassische Raumbeleuchtung darstellen. Eine kleine Auswahl der wichtigsten Produkte erklären wir hier:

  • Hue Go*: Diese Schale hat einen eingebauten Akku und kann deshalb auch unterwegs schönes Licht machen. Aber auch als Quelle zur indirekten Beleuchtung in Haus und beim Grillfest draußen ist sie praktisch. Oder aber als Nachtlicht für Babys ist die Hue Go zu empfehlen.
  • LED-Stripes*: Dieser LED-Streifen lässt sich erweitern oder kürzen und sorgt besonders als indirekte Lichtquelle für Freude. Er kann beispielsweise als Hintergrundlicht in Regalen oder unter Möbeln zum Einsatz kommen.
  • Outdoor*: Wer auch draußen schönes Licht haben will, kann sich mit Strahlern, Wandleuchten und Flutstrahlern eindecken.

Zubehör für Philips Hue: Schalter und Bewegungsmelder

Philips Hue Dimmer Set im Angebot
Philips Hue Dimmer Set im Angebot
© Philips

Philips Hue lässt sich zwar per App steuern, ganz ohne Schalter müssen Sie aber auch nicht leben. So bleiben bestehende Lichtschalter weiterhin funktionsfähig, allerdings können Sie eine so ausgeschaltete Leuchte mit der App nicht wieder anschalten (die Farbe zu ändern ist dann ebenfalls nicht mehr möglich). Deshalb gibt es Fernbedienungen, Schalter & Co. Hier ist das beliebteste Zubehör für Philips Hue im Überblick.

  • Switch-Dimmschalter*: Dieser Schalter kombiniert gleich mehrere Funktionen. In der magnetischen (und bei Bedarf auch klebenden) Halterung lässt sich das Teil beispielsweise an Türrahmen befestigen. Gleichzeitig ist das Steuerelement aber portabel und kann so auch als Fernbedienung benutzt werden. Dieser Schalter wechselt bei mehrmaligem Drücken zwischen Farbeinstellungen, kann alle Lampen im Haus ausschalten oder auch einfach Leuchten dimmen.
  • Bewegungsmelder für Hue*: Ein klassischer Bewegungsmelder, der aber durch die Smartphone-Integration nur die gewünschte Reaktion auslöst. Auch eine flexible Abschaltautomatik ist dabei.

Ambilight nachrüsten: Philips Hue mit Medien-Licht

Philips Hue: Ambilight
Philips Hue: Ambilight nachrüsten?
© Philips

Ambilight-Fernseher sind die Modelle mit Leuchtstreifen im Hintergrund, die die Wand hinter dem TV mit passendem Licht anstrahlen. Lange gab es keine vernünftige Alternative. Philips Hue hat aber jetzt gleich mehrere Varianten. Wenn Sie einen PC für die Wiedergabe von Inhalten nutzen (beispielsweise zum PC-Spielen, oder als Media-Player) benötigen Sie fast nichts weiter: Über die Software Hue Sync steuern Sie die buten Lampen an und erzeugen so einen raumübergreifenden Ambilight-Effekt. Wer aber Konsolen oder das Fernsehbild aus dem Receiver direkt nutzen möchte, benötigt leider die recht kostspielige Sync-Box. Und Hue-Play. Das verbirgt sich hinter diesen Produkten.

  • Hue Sync-Box*: Für recht stabile 250 Euro gibt es eine kleine Box, die jedes HDMI-Bildsignal nimmt und in ein Hue-kompatibles-Material umschreibt. Das bedeutet: Konsolen, Receiver & Co. können dann tatsächlich mit den Hue-Lampen synchronisiert werden.
  • Hue Play*: Damit dieser Bild-Effekt besonders gut funktioniert, gibt es mit Hue Play Leisten, die an der Rückseite oder neben der Unterseite eines Fernsehers oder Monitors angebracht werden können. Diese Leuchten bestrahlen die Wand und schaffen so ein schönes indirektes Licht, auch ohne Sync-Box.

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