Nachwehen: So fühlen sie sich an und dafür sind sie gut

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16. März 2018 - 14:54 Uhr

Nachwehen können schmerzhaft sein

Nachwehen treten bei Frauen auf, die vor Kurzem ein Kind auf die Welt gebracht haben. Welche Funktion diese Wehen haben, wie sie sich anfühlen und warum man sie keinesfalls mit Nachgeburtswehen verwechseln sollte, erfahren Sie hier.

Wie erkenne ich Nachwehen?

Bereits einige Stunden nach der Geburt können Nachwehen eintreten. Sie können von einem leichten Ziehen im Unterbauch bis hin zu äußerst unangenehmen krampfartigen Schmerzen reichen. In der Regel haben Frauen, die bereits mehrere Kinder geboren haben, stärkere Schmerzen als Erstgebärende.

Warum treten Nachwehen auf?

Die Nachwehen entstehen durch die Kontraktion der Gebärmutter bei ihrer Rückbildung. Frauen, die bereits mehrere Kinder haben, haben daher stärkere Schmerzen, weil die Gebärmutter insgesamt mehr gedehnt wurde, als bei einer Frau, die ihr erstes Kind bekommen hat.

Des Weiteren leiten die Nachwehen den Wochenfluss ein. Hier wird der Körper der jungen Mutter gereinigt.

Nachwehen werden durch bestimmte Hormone ausgelöst, die vor allem durch das Stillen des Säuglings ausgeschüttet werden. Daher empfinden viele Frauen Schmerzen, während sie die ersten Male stillen.

Was ist der Unterschied zwischen Nach- und Nachgeburtswehen?

Oft werden Nachgeburtswehen und Nachwehen im selben Atemzug genannt. Das ist jedoch falsch. Bei den Nachgeburtswehen handelt es sich um die Wehen, die direkt nach der Geburt des Kindes auftreten, um den Mutterkuchen auszustoßen.

Nachwehen dienen wie bereits erklärt der Rückbildung der Gebärmutter und dauern einige Tage an, bis sie vollkommen abgeklungen sind.

Muss ich etwas gegen Nachwehen unternehmen?

Wenn Ihre Nachwehen nicht weiter schmerzhaft sind, heißt es lediglich Abwarten und Tee trinken. Sollten die Nachwehen jedoch starke Schmerzen verursachen, heißt es unter anderem auch Tee trinken und zwar am besten einen Magen-Darm-Tee mit Anis, Kümmel und Fenchel, da dieser entkrampfend wirkt. Das sind weitere Maßnahmen, die Sie zur Schmerzlinderung vornehmen können:

Wärme: Legen Sie sich eine Wärmflasche, ein Dinkel- oder Kirschkernkissen auf den Bauch. Die Wärme löst Krämpfe und lenkt zudem von den Schmerzen ab.

Massagen: Massieren Sie die Nachwehen sanft weg. Verwenden Sie hierzu ein natürliches Massageöl. Das hat den Vorteil, dass Sie gleichzeitig der strapazierten Haut etwas Gutes tun.

Schmerzmittel: Wenn nichts anderes hilft, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme von Schmerzmitteln reden. Er wird Sie hierzu ausführlich beraten können.

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