Überwiegend Hunde im Alter von 8 bis 10 Jahren betroffen

Krankheiten bei Haustieren: Was ist ein Milztumor?

Milztumore finden wir überwiegend bei älteren Hunden im Alter von 8 – 10 Jahren.
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18. März 2020 - 16:43 Uhr

Von Gizem Schumann

Die Milz kann man in einem Ultraschall sehr gut erkennen und sehen, was sich darin verändert hat. Doch worum es bei den Veränderungen geht, kann man durch den Ultraschall nicht konkret bestimmen. Bei der Zubildung in der Milz könnte es sich um ein Abszess, einen bösartigen Tumor, um Metastasen eines Tumors oder einfach um einen gutartigen Knoten handeln.

Zubildungen in der Milz sind in jedem Alter möglich

Wenn man die Sorge hat, das könnte sich um einen großen Milztumor handeln, dann macht man einen ausgiebigen Ultraschall und guckt, ob nicht anderswo schon Metastasen zu sehen sind. "Wenn ich nur den Knoten in der Milz sehe, dann würde ich den Besitzer raten, dass man diese ganze Milz herausoperiert", so Prof. Dr. Johannes Hirschberger von der Medizinischen Kleintierklinik in München. "Ein bösartiger Milztumor kann reißen, dann blutet es in die Bauchhöhle rein, dann ist der Patient natürlich sehr geschwächt. Dabei gelangt viel Flüssigkeit, also Blut, in die Bauchhöhle. In dem Fall ist die Narkose ein Risiko", so der Onkologe.

Das Symbolbild zeigt eine Milzoperation.
Das Symbolbild zeigt eine Milzoperation.
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Solche Zubildungen in der Milz können in jedem Alter geschehen. Tumore treten bei älteren Individuen häufiger auf. "Bei alten Tieren ist es relativ wahrscheinlich, wenn man einen Knoten drin hat, dass es eben keine Entzündung ist, sondern vielleicht wirklich eine Zubildung ist – die kann immer noch gut oder bösartig sein."

Innere Blutungen können innerhalb von einer Stunde entstehen

Wenn es ein Tumor ist, der innerliche Blutungen zeigt, dann kann das Tier sehr schnell abbauen. Manche Knoten, die man in der Milz sieht, bestehen nur aus Blutungen, die innerhalb von einer Stunde entstehen können. Manche bösartigen Tumore kann man über Monate oder über zwei Wochen wachsen sehen. Wenn sie dann nach innen reinbluten, dann kann es optisch ganz groß werden. Wenn es für den Hund nicht gefährlich ist, dann öffnen Ärzte oft den Bauch des Tieres, um die ganze Milz zu entfernen. Ein Pathologe kann im Nachhinein herausfinden, worum es sich genau bei der Zubildung der Milz handelte.