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Kostenfalle Handyspiel! Wie Sie nicht auf die Tricks der Spielemacher hereinfallen

In-App-Käufe und bessere Chancen

Kostenfalle Handyspiel! Wie Sie nicht auf die Tricks der Spielemacher hereinfallen

Handyspiele
Handyspiele können süchtig machen - und richtig viel Geld kosten.
deutsche presse agentur

Spiele auf dem Handy können süchtig machen - und ins Geld gehen. Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina will vor allem Kinder und Jugendliche vor der Kostenfalle bewahren. Wir erklären, wie das klappen kann.

Handyspiele als kurzweiliger Zeitvertreib

Seit Smartphones unseren Alltag erobert haben, sind auch sie nicht mehr wegzudenken: Kurzweilige Handyspiele, die uns die Zeit auf Bahnfahrten, beim Arzt oder einfach zwischendurch vertreiben.

Ob wir unsere eigene Farm leiten, Kristalle sammeln oder kleine Rätsel lösen, der Einstieg in die vor bunten Farben sprühenden Programme ist einfach, in den allermeisten Fällen kostenlos und bietet oftmals Langzeitmotivation.

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Wo verstecken sich die Kosten bei vermeintlich kostenlosen Spielen?

Gerade der kostenlose Einstieg lockt Alltagszocker an und verleitet dazu, immer wieder neue Entwicklung im rasant wachsenden Mobile-Gaming-Sektor auszuprobieren. Aber sind diese Spiele wirklich kostenlos? Weltweit machen Unternehmen, die sich der Spieleentwicklung für Smartphones widmen, Milliardenumsätze. Nur, wo kommen das verdiente Geld her, wenn es doch Free-to-Play, also Kostenlos-zu-Spielen heißt?

Die oft teuren Zusatzfunktionen sollten nicht mit nur einem Klick per Kreditkarte bezahlt werden können, sondern eine weitere Bestätigung des Kaufs durch Passwort oder Fingerabdruck erfordern. „Um gerade auch Kinder und Jugendliche besser zu schützen, brauchen wir geeignete Schutzmaßnahmen“, forderte die Grünen-Politikerin vor der Verbraucherschutzministerkonferenz

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Spiele für Kinder sollen günstiger werden

Gallina sprach sich zudem dafür aus, bei der Altersfreigabe von Videospielen die finanziellen Risiken von Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen. Die im Spiel anfallenden Kosten sollten sich an die Grenzen des üblichen Taschengeldes halten.

Einen konkreten Betrag nannte die Senatorin nicht. Zum Schutz von „Intensiv-Spielenden“ sollte der Bund eine Deckelung der Kaufsumme prüfen. Gallina verwies auf eine ähnliche Regelung im Glücksspielstaatsvertrag, nach der Spieler maximal 1.000 Euro pro Monat online einsetzen dürfen.

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Wichtiger Tipp: Abbuchungen von Drittanbietern blockieren

Ein Dorn im Auge sind der Hamburger Senatorin auch unberechtigte Abbuchungen von Drittanbietern bei Online-Spielen, die etwa für Zusatzfunktionen der Spiele-Apps über die Mobilfunkrechnung kassieren.

Zurzeit müssten Nutzer diese Möglichkeit deaktivieren, was sie aber meist erst nach schlechten Erfahrungen machten. Diese Sperre sollte darum auf Neugeräten standardmäßig voreingestellt sein. „Das ist eine wichtige Maßnahme gegen betrügerische Abofallen“, sagte Gallina. (dpa/lra)