Im Kampf gegen die lästigen Milben

Hausstauballergie? Diese Reinigungs-Tipps sollten Sie kennen!

Eine verstopfte Nase und Atemwegsprobleme zählen zu den möglichen Symptomen einer Hausstauballergie.
Eine verstopfte Nase und Atemwegsprobleme zählen zu den möglichen Symptomen einer Hausstauballergie.
© Getty Images/iStockphoto, leolintang

21. Januar 2021 - 8:33 Uhr

Was tun bei einer Hausstauballergie?

Tränende Augen und eine verstopfte Nase? Das klingt nach einer Erkältung. Dahinter kann sich aber auch etwas anderes verbergen: eine Hausstauballergie. Laut Statista leiden Millionen Bundesbürger an einer solchen Milbenallergie. Trendenz: steigend. Anders als bei der ebenfalls weitverbreiteten Pollenallergie treten die Symptome das ganze Jahr über auf – eine Last für die Allergiker. Wir verraten, warum die Beschwerden in den Wintermonaten schlimmer sein können und mit welchen Tipps Sie gegen die kleinen Mitbewohner vorgehen.

Wie äußert sich eine Hausstauballergie?

Vieltausendfach vergrößerte, undatierte Mikroskop-Aufnahme einer Hausstaubmilbe (lat.: Dermatophagoides pteronyssinus). Milben, von denen inzwischen über 30000 Arten bekannt sind, leben vor allem im Hausstaub sowie in Matratzen, Polstermöbeln und Tep
Die Hausstaubmilbe - ein aggressiver Allergieauslöser
© picture-alliance / dpa, Fotoreport Scherax

Eine Hausstauballergie ist eine allergische Reaktion auf die Eiweiße, die sich in den Körpern und besonders den Exkrementen der Hausstaubmilben befinden. Die Spinnentiere sind ca. 0,1 Millimeter groß und deshalb quasi unsichtbar. Die Allergie äußert sich über verschiedene Symptome: Tränende Augen, Juckreiz, vermehrtes Niesen, Halsschmerzen und sogar Atemnot können Anzeichen sein. Der deutsche Allergie- und Asthmabund nennt auch unruhigen Schlaf, anhaltende Atemwegsinfekte und ständiges Räuspern als mögliche Symptome.

Hinweis: Treten eines oder mehrere dieser Symptome bei Ihnen auf, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Sie anhand eines Allergietests diagnostizieren.

Was hilft bei einer Hausstauballergie?

Die Tierchen vermehren sich besonders gut bei Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit. Sie ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen des Menschen. Damit bieten das Bett, der Teppich und Polstermöbel die besten Lebensbedingungen. Die Milben und deren Kot verteilen sich mit dem Hausstaub über die Luft, wenn zum Beispiel Kissen aufgeschüttelt werden. Im Herbst und Winter sterben aufgrund der trockenen Heizluft viele der Spinnentiere ab. In dieser Zeit sind die Beschwerden oft am größten.

Diese Mittel helfen, die Allergiesymptome zu mindern:

  1. Regelmäßiges Staubsaugen, vor allem Teppiche (wichtig ist ein Staubsauger mit guten Filtern)
  2. Regelmäßiges Wechseln und Waschen der Bettwäsche
  3. Spezielle Anti-Milben-Bezüge für Matratze, Oberbett und Kopfkissen
  4. Gründliche Matratzenreinigung

Welche Staubsaugerfilter eignen sich bei einer Hausstauballergie?

Die Annahme, dass sich die Hausstaubmilben in unsauberen Haushalten aufhalten, stimmt nicht. Sie sind in jedem Haushalt zu finden. Aber: die Menge macht's. Wer häufiger staubsaugt, beseitigt mit jedem Mal Milben und Milbenkot, die zu allergischen Reaktionen führen.

Wichtig ist ein Staubsauger, der ein hohes Staubrückhaltevermögen hat. Entscheidend dafür sind die Filter und -tüten: HEPA-Filter (High Efficient Particulate Air Filter, deutsch: hocheffiziente Partikelfilter) der Klasse E12 oder höher sind die beste Wahl. Diese halten über 99,95 Prozent der Staubpartikel zurück. Achtung: Nicht alle Filter sind für alle Staubsauger geeignet. Achten Sie deshalb auf die Kompatibilität mit Ihrem Modell.

  • Premium-Filtertüten von Vorwerk*: Der Hersteller verspricht ein Rückhaltevermögen von 99,99 Prozent der Staubpartikel. Erhältlich für mehrere Staubsaugermodelle des Herstellers.
  • HyClean-3D-Efficiency-GN-Staubbeutel von Miele: Der Vergleichssieger von ExpertenTesten soll ebenfalls mehr als 99,9 Prozent des Staubs sicher aufnehmen. Kompatibel mit mehreren Miele-Staubsaugern.
  • Swirl-S67- und R39-Staubsaugerbeutel: Die Bestseller bei Amazon sind TÜV-geprüft und passen je nach Filter zu Staubsaugermodellen von Siemens, Bosch, Rowenta und weiteren Marken.

Wie oft sollte die Bettwäsche gewechselt werden?

Da sich die Hausstaubmilben vor allem im Bett aufhalten, sollte die Bettwäsche regelmäßig gewaschen werden. Der AOK-Bundesverband empfiehlt:

  • Bettwäsche etwa einmal die Woche waschen
  • Oberbett und Kopfkissen etwa alle drei Monate waschen
  • Temperatur: mindestens 60 Grad

Sollte es nicht möglich sein, das Oberbett zu waschen, bieten sich Encasings an. Das sind spezielle Bezüge für Matratze, Oberbett und Kopfkissen. Sie verringern den Kontakt zu den Hausstaubmilben und deren Exkrementen.

Die Encasings von Tauro sind bei Amazon unter den am besten bewerteten Produkten für Milbenschutz. Mit einer Bewertung von 4,4 für den Matratzenschutz und 4,6 von 5 Sternen für den Oberbettbezug loben die Kunden jeweils das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die TÜV-zertifizierten Encasings helfen, die Allergiesymptome nachts und morgens zu mildern.

Wie reinigt man eine Matratze richtig?

Trotz eines Matratzen-Encasings sollten Sie diese zwischendurch reinigen. Dort tummeln sich die meisten Milben: Bis zu zwei Millionen der Spinnentiere halten sich hier auf. Um die Matratze zu säubern, hilft schon ein Absaugen mit dem Staubsauger. Für eine gründliche Reinigung sollten Sie allerdings zu spezielleren Mitteln greifen. Einige Polsterbürsten beispielsweise sind extra darauf ausgerichtet, neben Krümeln und Tierhaaren auch Milben zu entfernen.

So etwa die Elektro-Polsterbürste von Vorwerk, die im Einfach-Hygienisch-Set mit Matratzenfrischer und Reinigungspulver kommt. Das Pulver arbeiten Sie mit einer weiteren Bürste in die Matratze ein, sodass es Milben und Schmutzpartikel bindet. Anschließend saugen Sie es ab. Zurzeit sparen Sie im Aktions-Set 63 Euro gegenüber den Einzelpreisen.

Alternativ greifen Sie zum Hausmittel Natronpulver. Nach dem Verteilen auf der Matratze lassen Sie das Pulver einige Stunden einziehen. Anschließend saugen Sie es mit dem Staubsauger oder einer Polsterbürste wieder ab. Das Natron tötet die Milben sowie Bakterien ab und neutralisiert Gerüche.

Hausstauballergie: So mildern Sie die Symptome

Ganz von der Allergie befreien können diese Tipps Sie natürlich nicht. Aber sie sorgen für eine Linderung der Symptome. Achten Sie auf den Filter Ihres Staubsaugers: Er sollte mehr als 99,95 Prozent der Schmutzpartikel zurückhalten. Ein regelmäßiges Wechseln und Waschen der Bettbezüge verringert den Milbenanteil in Ihrem Bett. Um den Kontakt mit dem Milbenkot zu mindern, bieten sich spezielle Encasings für Matratze und Oberbett an. Die Matratze sollten Sie zwischendurch ebenfalls gründlich reinigen.

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