Schiefe Zehe

Hallux Valgus: Was hilft gegen die Fehlstellung?

11. März 2019 - 12:02 Uhr

Hallux Valgus: Häufige Ursachen

Der Hallux Valgus, im Volksmund auch als Schief- oder Ballenzehe bekannt, ist die häufigste Zehenfehlstellung beim Menschen. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 70.000 Korrektur-Operationen vorgenommen. Auch Stars wie Victoria Beckham leiden unter der ungeliebten Deformierung, bei der die äußeren Fußballen hervorstehen und sich die große Zehe nach innen krümmt.

Wie entsteht ein Hallux valgus?

Röntgenaufnahme eines Hallux Valgus
Im Röntgenbild zeigt sich die Fehlstellung der Großzehe besonders deutlich.
© Whyona - Fotolia, FEYERPICTURES

Doch wie kommt es überhaupt zum Hallux Valgus? Vor allem Frauen im fortgeschrittenen Alter, die jahrelang zu enge und hochhackige Schuhe getragen haben, sind davon betroffen. Das Schuhwerk allein ist jedoch nicht schuld. Es beschleunigt und verstärkt die Entwicklung, doch ein Hallux valgus entsteht vor allem durch genetische Veranlagung und schwaches Bindegewebe. Auch ein Knochenbruch kann eine Ursache sein. Schmerzen bereitet die Deformierung jedoch nur in extremeren Fällen.

Therapie bei Hallux Valgus hilft nur in leichten Fällen

Barfußlaufen, Fußgymnastik oder spezielle Einlagen können Hallux Valgus und anderen Zehenfehlstellungen vorbeugen. Im fortgeschrittenen Stadium lässt er sich allerdings nur noch operativ entfernen. Eine Hallux-Operation sollte nur bei akuten Beschwerden und nicht aus kosmetischen Gründen durchgeführt werden. Eine Hallux-Schiene kann dabei helfen, das Großzehengelenk wieder in die richtige Position zu bringen und zu stabilisieren.

In den ersten vier bis sechs Wochen nach der Operation sollten Sie nur bequeme Schue tragen. Erst wenn die Füße abgeschwollen sind, können Sie wieder normale Straßenschuhe tragen. Auf hohe Absätze und schmale Spitzenschuhe sollten Sie in Zukunft ganz verzichten, weil sich sonst nach wenigen Jahren wieder ein neuer Hallux Valgus bilden kann.