Bläuliche Verfärbung der Haut oder Schleimhäute

Gesundheitslexikon: Zyanose

Als Zyanose wird eine Blauverfärbung der Haut und. Schleimhäute bezeichnet
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10. Dezember 2019 - 13:55 Uhr

Bläuliche Oberflächenverfärbung – die Zyanose

Von einer Zyanose können Menschen jeden Alters und Geschlechts betroffen sein. Die Erkrankung, die im Volksmund auch als Blausucht bekannt ist, resultiert aus einem Sauerstoffmangel im Blut. Eine Zyanose kann auch ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein, weshalb der Besuch beim Arzt zwingend erforderlich ist.

Was ist Zyanose?

Bei der Zyanose handelt es sich um eine bläuliche Verfärbung der Leder- und Schleimhaut. Auch die Fingernägel und Lippen der Betroffenen sind häufig blau gefärbt. Durch die Sauerstoffarmut verfärbt sich der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) in einen blau-violetten Ton. Dadurch schimmert das Blut nicht mehr rötlich, sondern bläulich durch die oberen Hautschichten. Meist erweist sich die Zyanose als harmlos. Wenn nur die äußersten Körperteile betroffen sind, handelt es sich oft nur um eine Fehlregulation in den kleinsten Gefäßen. Dies kann mit einer niedrigen Außentemperatur einhergehen. In der Schulmedizin wird dieses Phänomen auch als funktionelle Akrozyanose betitelt. Hierfür ist keine Behandlung vonnöten. Eine Zyanose kann aber auch auf eine Herzerkrankung (kardiale Zyanose) oder auf eine Störung der Lunge (pulmonale Zyanose) verweisen.

Ursachen und Symptome einer Zyanose

Die Zyanose kann aus diversen körperlichen Sachverhalten resultieren. Diese können harmloser oder lebensgefährdender Natur sein. In vielen Fällen ist die Symptomatik lediglich auf Kälte zurückzuführen. Doch auch vaskuläre Erkrankungen, Venenstauungen, Herz- und Kreislaufschwächen können die Auslöser für die Blausucht darstellen. Die Symptome der Zyanose sind optisch klar erkennbar. Die bläuliche Verfärbung kann nicht bloß die Haut und Schleimhaut, sondern auch die Zunge und Nägel betreffen. Darüber hinaus können sich die Betroffenen abgeschlagen fühlen, was jedoch eher selten der Fall ist.

Wie kann eine Zyanose festgestellt werden?

Die Diagnose einer Zyanose kann sowohl in der hausärztlichen Praxis als auch im stationären Rahmen erfolgen. Bei jeder Form der Blausucht spielt zunächst die Blickdiagnose eine entscheidende Rolle. Hierdurch kann der Mediziner leicht auf das Krankheitsbild schließen. Eine ausführliche Anamnese kann Aufschluss über die genaue Ursache der Zyanose geben. Anschließend widmet sich der Arzt neben der Blickbetrachtung dem Abhören von Lunge und Herz. Auch Blutproben können der genauen Diagnosestellung dienen. Des Weiteren kann eine Röntgenaufnahme eine sinnvolle Maßnahme darstellen - dadurch können die genauen Organgrößen ermittelt werden. Per Elektrokardiogramm können etwaige Schädigungen des Herzens erfasst werden. Auch Ultraschalluntersuchungen und Kernspintomographien können sinnvoll sein.

Zyanose: Therapie und Vorbeugung

In den harmlosen Fällen ist eine Therapie nicht zwingend erforderlich. Die Färbung als solche ist nicht bedrohlich für den menschlichen Organismus. Da eine Zyanose aber aus gravierenden Erkrankungen hervorgehen kann, ist es ratsam, die Ursachen medizinisch ermitteln zu lassen. Aufgrund der vielen potenziellen Ursachen ist keine konkrete Behandlung der Blausucht vorgesehen. Die Therapieformen können sich von konservativen Maßnahmen, beispielsweise einfacher Bettruhe, über operative Eingriffe erstrecken. Auch das Einatmen von Sauerstoff (über eine Nasensonde) kann die Symptomatik lindern. Hierdurch wird der Sauerstoffmangel, durch den die Verfärbung entsteht, ausgeglichen. Es gibt keine spezifische Maßnahme, durch die eine Zyanose prophylaktisch verhindert werden kann. Experten raten jedoch zu ausreichender Bewegung und sportlichen Tätigkeiten. Hierdurch werden die Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System angeregt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.