Gesundheitslexikon: Smog

29. November 2018 - 15:53 Uhr

Smog – die Luftverschmutzung der Großstädte

Umweltgifte sind gefährlich und unberechenbar. Besonders schlimm trifft es Mensch und Umwelt, wenn sich eine Dunstglocke über einer Stadt entwickelt. Das Wort Smog ist eine Zusammensetzung der beiden englischen Wörter "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel). Schon die Wortkreation lässt erahnen, wie Smog in Erscheinung tritt – als rauchiger, die Sicht behindernder Nebelschleier. Dann verschwindet die Sonne hinter giftigen Wolken und das Atmen fällt schwer. In manchen Großstädten prägen deshalb Menschen mit Mundschutz immer mehr das Stadtbild. Viele Menschen vertreten die Meinung, dass durch die immense Luftverschmutzung das allgemeine Krebsrisiko ansteigt. Erwiesen ist, dass zumindest Feinstaub zu Lungenkrebs und bösartigen Tumoren der Drüsen führen kann. Die WHO geht davon aus, dass durch Smog und andere Arten der Luftverschmutzung jährlich etwa acht Millionen Menschen zu Tode kommen.

Was ist Smog?

Smog, der graue Dunst, wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts in London beobachtet. Was damals noch als typisch britisches Phänomen galt, findet sich heute rund um den Globus. Smog ist eine Erscheinung der Ballungsräume und Zeichen extremer Luftverschmutzung. Die Emissionen, die mit Luftschadstoffen angereichert sind, haben neben der Sichtbeeinträchtigung auch eine gesundheitsschädliche Wirkung. Unterscheiden muss man zwischen zwei Arten von Smog: Der Wintersmog ist eine Mischung aus Schwefeldioxid, Ruß, Staub und Nebel. Er tritt vor allem in der kalten Jahreszeit in unseren Breitengeraden auf. Der Sommersmog ist zusätzlich mit Ozon angereichert. Er entwickelt sich bei Sonnenbestrahlung verstärkt in Mitteleuropa.

Welche Auswirkungen hat Smog auf den menschlichen Körper?

Smog wirkt vielfältig negativ auf die Gesundheit. Wer sich bei Smog ins Freie wagt, der dürfte schnell die Auswirkungen an seinem Körper feststellen. Gelangen die feinen Staubpartikel in die Lunge, klagen Betroffene zunächst einmal über eine Reizung der Atemwege. Hier kommt es zu Abwehrreaktionen des Körpers. Beschwerden wie Reizhusten, Asthmaanfälle und Schmerzen bei der Atmung treten auf. Auch können die Augen brennen und vermehrt Tränen ausbilden. Vor allem Allergiker haben es schwer, weil die giftigen Emissionen häufig die Symptome verstärken. In den Ballungsräumen wird bei Smog zudem ein Anstieg an Herz-Kreislaufkomplikationen wie koronaren Herzerkrankungen, Herzinsuffizienz oder Hypertonie festgestellt.

Wie kann man gesundheitlichen Schäden vorbeugen?

Die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Smog ist es, die betroffenen Gebiete möglichst zu meiden. Oft hilft es bereits, den Stadtrand aufzusuchen. Dies ist aber nicht allen Bewohnern eines solchen Areals möglich. Deshalb raten die Behörden dazu, bei Smogentwicklung für die Dauer der extremen Luftverschmutzung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Sinnvoll ist es, einige Pflanzen aufzustellen, die für ein gutes Klima sorgen. Wer sich in einem Auto mit einem neuwertigen Luftpartikelfilter aufhält, kann sich ebenfalls zuverlässig vor Smog schützen. Allen weiteren Teilnehmern am Straßenverkehr und Fußgängern wird geraten, zumindest einen Mundschutz zu tragen. Er kann die Staubbelastung, welche über die Atemwege aufgenommen wird, aber nur leicht herabsetzen. Hilfreich kann es auch sein, mit Augentropfen die Augen auszuspülen.