Gesundheitslexikon: Schwere Beine (Müde Beine)

29. November 2018 - 15:51 Uhr

Müde und schwere Beine? Das können Sie tun

Langes Stehen oder Sitzen, körperliche Anstrengungen – schwere Beine hat wohl jeder schon einmal gehabt. Prinzipiell können alle Menschen von den Symptomen betroffen sein. In der Regel und ohne zunächst ersichtlichen Grund sind aber eher ältere Menschen involviert. Sind die Beine häufig müde, ist eine ärztliche Konsultation sinnvoll.

Was sind schwere Beine?

Bei schweren bzw. müden Beinen handelt es sich um eine spürbare Symptomatik, die als Begleiterscheinung einer Krankheit auftreten kann. Die Betroffenen, die unter müden Beinen leiden, können ihre Extremitäten meistens nur unter schweren Anstrengungen heben und bewegen. Viele Patienten beklagen zudem ein bleiernes Gefühl in den Beinen. Schwere Beine können mit schnellen Ermüdungserscheinungen korrelieren. Spaziergänge sind oftmals nur möglich, wenn zwischenzeitig mehrere Ruhepausen eingelegt werden. Müde Beine sind nicht zwangsläufig ein Indiz für eine vorliegende Erkrankung, sie können auch durch eine vorangegangene körperliche Betätigung erfolgen.

Ursachen

Schweren Beinen können diverse Ursachen zugrunde liegen. Neben einer Überbeanspruchung, die aus sportlichen oder ungewohnten Bewegungsabläufen resultieren kann, kann eine Fehlbelastung dazu führen. Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Müde Beine können ein Indiz für andauernden Bewegungsmangel sein. Hierbei werden die Beinmuskeln nicht hinreichend gefordert, um die Beinvenen unterstützen zu können, es kann zu Krampfadern kommen. Infolgedessen tritt das Schweregefühl auf. Des Weiteren kann das falsche Schuhwerk die Symptomatik forcieren. Auch permanentes Sitzen, beispielsweise beim Autofahren oder im Flugzeug, kann müde Beine verursachen.

Diagnose

Die vordergründige Diagnose für schwere Beine trifft der Patient im Prinzip selbst. Er bemerkt die Symptomatik – der Arzt hingegen sieht in den müden Beinen eine Begleiterscheinung und stellt Untersuchungen für die genauere, ursprüngliche Diagnose an. Zunächst erfolgt eine ausgiebige Befragung des Patienten, die Anamnese. Um weiteren Aufschluss zu erhalten, können spezielle bildgebende Verfahren wie die "Dopplersonografie" oder die "Phlebografie" eingesetzt werden. Mithilfe der ersten Methode wird die Fließgeschwindigkeit des Blutes gemessen. Die Phlebografie wird hingegen bei Verdacht auf Krampfadern genutzt.

Therapie

In vielen Fällen ist keine besondere Behandlung schwerer Beine erforderlich. Meistens reicht das Hochlegen der Extremitäten aus. Auch sanfte Massagen können Linderung bewirken. Vor allem bei ständigen Beschwerden sollte jedoch ein Arzt konsultiert werden. Manchmal können schwere Beine nämlich einen Risikofaktor darstellen, der schnellstmöglich behandelt werden sollte. Wenn die müden Beine aus Kreislaufkrankheiten resultieren, können Kompressionsstrümpfe eingesetzt werden, um die Bildung einer Thrombose zu vermeiden. In gravierenden Fällen kann auch eine medikamentöse Therapie oder eine Operation vonnöten sein.

Vorbeugung

Es gibt viele Möglichkeiten, der Symptomatik von schweren Beinen vorzubeugen. Die Schulmedizin rät zu ausgiebiger körperlicher Betätigung. Hierfür eigen sich insbesondere Ausdauersportarten, die den gesamten Bewegungsapparat beanspruchen. Jogging, Wandern, Schwimmen und Radfahren zählen dazu. Auch das regelmäßige Hochlagern der Beine kann der Symptomatik entgegenwirken. Auf Anraten des Arztes können außerdem medizinische Strümpfe hilfreich sein. Hierdurch entsteht Druck auf die Beinvenen, der sich positiv auf die unerwünschten Symptome auswirkt. Sie empfehlen sich nicht nur für Senioren, sondern auch für Personen, die häufig Standtätigkeiten ausüben müssen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.