Gesundheitslexikon: Psyche

29. November 2018 - 15:50 Uhr

Die Psyche als Ort des Denkens und Fühlens

Wer sich mit gesundheitlichen Themen beschäftigt, wird früher oder später auf den Begriff Psyche stoßen. Als Psyche wird der Ort bezeichnet, an dem das menschliche Fühlen und Denken stattfinden. Mediziner sprechen heute auch von der sogenannten "Psychosomatik", die besagt, dass sich der Körper und der Geist (altgriechisch "soma" und "psyche") gegenseitig beeinflussen. Der Mensch wird also ganzheitlich betrachtet. Ein dauerhaftes Wohlbefinden stellt sich also nur ein, wenn Körper und Geist miteinander im Einklang sind.

Was versteht man unter der Psyche?

Die Psyche beschreibt die geistigen Eigenschaften eines Menschen sowie seine individuellen Persönlichkeitsmerkmale. Die Psyche als innere Erlebniswelt wird psychologisch akribisch untersucht: Vor allem die Tiefenpsychologie ist bestrebt, diese mit ihren Kategorien des Bewussten, Vorbewussten und Unbewussten zu erfassen und in verschiedenen Modellen darzustellen. Heutzutage wird der Psyche immer wieder der physische Körper gegenübergestellt. Bei psychosomatischen Vorgängen im Körper stehen bewusste und unbewusste psychische Aktivitäten mit physiologischen und biochemischen Vorgängen in Zusammenhang, wie zum Beispiel bei den vegetativ gesteuerten Funktionen Atmung, Herzschlag, Blutdruck und Verdauung.

Wer beschäftigt sich mit Erkrankungen der Psyche?

Ist das psychische Erleben eines Menschen von krankheitswertigen Störungen begleitet, kann sich dieser an die Therapeuten aus der Psychotherapie oder an die Psychologen aus dem Bereich der Psychiatrie wenden. Die Psychiatrie hat sich aus der Nervenheilkunde entwickelt und sich zum Ziel gesetzt, psychische Störungen zu diagnostizieren, zu behandeln und ihnen vorzubeugen. Die Psychotherapie zielt darauf ab, die Gesundheit des Patienten mit bestimmten Methoden und Techniken wiederherzustellen. Zu den psychotherapeutischen Verfahren zählen unter anderem die analytische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Familientherapie und Paartherapie.

Wie können Sie die eigene Psyche stärken?

Die Psyche ist ein komplexes System und steht in enger Verbindung zum Körper. Nur wenn Körper und Seele im Einklang stehen, erlebt man einen Zustand von körperlichem, sozialem und geistigem Wohlbefinden. Um dieses Gleichgewicht zu erlangen, sollten Sie einige Maßnahmen beachten und die eigene Psyche stärken. Ein lösungsorientiertes Herangehen an Probleme kann dabei helfen, Krisen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Mit dem Stecken realistischer Etappenziele erlebt man stetige Erfolgserlebnisse und erhält so die nötige Motivation, um auch das Endziel zu erreichen. Des Weiteren ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten von Vorteil.

Was bedeutet eine gesunde Psyche für den Körper?

Die Psyche hat einen großen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko und auf den Heilungsverlauf eines Menschen – ganz gleich, ob es sich um einen Herzinfarkt, Rückenschmerzen oder eine Virusinfektion handelt. Im Zuge einer Selbstfindung kann man sich selbst besser kennenlernen und außerdem seine Persönlichkeit entwickeln. Auch eine professionelle Persönlichkeitsentwicklung kann dabei helfen, sich selbst zu entfalten und besser auf seinen Körper zu hören, um Warnsignale schneller zu erkennen und einzusortieren. Da das Herz und die Seele eine Einheit bilden, sollte man die enge Verbindung von Körper und Psyche stets bei etwaigen Behandlungen berücksichtigen und die Seele einbeziehen.