Eine gutartige Veränderung der Brust

Gesundheitslexikon: Mastopathie

26. November 2019 - 12:52 Uhr

Mastopathie: der gutartige Knoten in der Brust

Bei der Mastopathie handelt es sich um eine gutartige (benigne) Veränderung des weiblichen Brustdrüsengewebes. Es ist ein häufig vorkommendes Phänomen: Etwa jede zweite Frau entwickelt die Symptomatik (zeitweise) in ihrem Leben. Insbesondere Frauen, die sich zwischen der Geschlechtsreife und den Wechseljahren befinden, ereilt diese Umbildung. Die meisten Betroffenen befinden sich zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr. Die Mastopathie wird von der Schulmedizin in spezifische Varianten unterteilt. In den meisten Fällen ist aus medizinischer Sicht keine Therapie vonnöten – eine regelmäßige Kontrolle sollte aber erfolgen. In seltenen Fällen kann das Krankheitsbild nämlich zu bösartigen (malignen) Veränderungen führen. Wenn es durch einhergehende Zysten- oder Knotenbildung zu Verformungen der Brust kommt, kann ein operativer Eingriff auf Wunsch der Patientin erfolgen. Diese sind meist ästhetischer Natur.

Ursachen einer Mastopathie

Vermutlich resultiert die Mastopathie aus einem hormonell bedingten Ungleichgewicht. Verantwortlich hierfür sind die Hormone Progesteron und Östrogen. Frauen, die unter einer Mastopathie leiden, weisen oft einen zu hohen Östrogenspiegel auf. Dieser verursacht das Entstehen der Gewebemutation. Zugleich kann aber zu wenig Progesteron im Körper vorhanden sein und der Östrogengehalt im physiologischen Bereich liegen. Der Effekt bleibt identisch. Doch auch andere hormonelle Erkrankungen, die nicht auf die Geschlechtshormone zurückzuführen sind, können die Mastopathie forcieren. Dysfunktionen der Schilddrüse sind nur ein mögliches Beispiel.

Symptome einer Mastopathie

In den meisten Fällen machen sich die Anzeichen einer Mastopathie nur episodisch bemerkbar. Sie hängen vom weiblichen Zyklus ab. Primär kommt es vor dem Einsetzen der Menstruation zu Beschwerden. Diese klingen während der Menstruation wieder ab. Zu den charakteristischen Anzeichen, die auf eine Mastopathie verweisen, gehören Spannungsgefühle in der Brust. Diese können auch mit Schmerzen einhergehen. Brustverformungen sind möglich. Des Weiteren kann es zu lokalen Verhärtungen kommen. Diese entstehen aus Knotenbildungen, die klinisch abtastbar sein können. Sie sind druckempfindlich. Seltener kommt es zu Absonderungen von Sekret, das durch die Brustwarze austritt. Die Symptomatik ist meist beidseitig vorhanden.

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So kann eine Mastopathie diagnostiziert werden

Um das genaue Krankheitsbild ermitteln zu können, erfolgt zunächst eine ausgiebige Patientenbefragung (Anamnese). Somit kann der Arzt potenzielle Vorerkrankungen ein- oder ausschließen. Im Anschluss erfolgen klinische Untersuchungen. Hierzu zählt der Sicht- und Tastbefund. Dabei prüft der Mediziner eventuelle Gewebeveränderungen am Drüsenkörper. Der genauen Diagnosestellung dient die Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Genaueren Aufschluss - insbesondere bei Verdacht auf bösartige Veränderungen - kann die Mammographie liefern. Falls Sekrete aus der Brustwarze austreten, ist auch eine Laboruntersuchung möglich. Gewebeproben (Biopsien) können den individuellen Schweregrad der Mastopathie ermitteln. Generell wird diese in drei Stadien untergliedert.

Behandlung einer Mastopathie

Die Behandlung einer Mastopathie zielt hauptsächlich auf die Linderung der Beschwerden ab. Neben der Symptomatik wird aber auch die Ursache therapiert - das Ungleichgewicht des Hormonhaushalts. Dies ist mithilfe einer gezielten Medikation möglich. Zyklusunabhängig wird hier ein Gestagenpräparat verschrieben. Dieses fungiert als ein synthetisches Schwangerschaftshormon. Neben den konservativen Methoden bieten sich auch operative Maßnahmen an. Wenn die Mastopathie mit sichtbaren Deformierungen einhergeht, kann ein Eingriff aus ästhetischen Gründen erfolgen. Auch krankhafte (pathologische) Veränderungen, die möglicherweise lebensbedrohliche Ausmaße entwickeln, können hierdurch entfernt werden.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.