Gesundheitslexikon: Hüfte

29. November 2018 - 15:46 Uhr

Das Hüftgelenk sorgt für Beweglichkeit, kann aber auch Probleme verursachen

Die Hüfte ist ein Gelenk, das eine wichtige Funktion erfüllt und in gesundem Zustand kaum Probleme bereitet. Es handelt sich um ein Kugelgelenk, das es dem Oberschenkel ermöglicht, sich frei und in alle Richtungen zu bewegen. Gemeinsam mit dem Knie zählt es zu den größten Gelenken des menschlichen Körpers. Allerdings kann das Hüftgelenk auch Probleme verursachen. Diese entstehen bei bestimmten Erkrankungen oder Verschleißerscheinungen. Wir geben Ihnen einen kurzen Einblick in die Anatomie der Hüfte, ihre Funktion und mögliche Erkrankungen in Verbindung mit ihr.

Was genau ist die Hüfte?

Anatomisch gesehen handelt es sich bei der Hüfte um den beweglichen Übergang zwischen Oberschenkelknochen und Becken. Bei der Hüfte spricht man zudem von einem Kugelgelenk. Der Hüftgelenkkopf ist zu mehr als 50 Prozent von der Gelenkpfanne umgeben. Damit die Hüfte ihre Funktion auch in vollem Maße ausführen kann, sind sowohl Gelenkkopf als auch Pfanne von einer Schicht überzogen, die einem Knorpel ähnelt und gewissermaßen als Puffer dient, damit die Knochen nicht direkt aufeinanderreiben. Fettkörperchen, Gelenkkapsel, Bänder oder Schleimbeutel sind ebenfalls Teil der Hüfte. Die bereits angesprochene Knorpelschicht nimmt im Laufe der Jahre verschleißbedingt ab, sodass es dann zu Problemen kommen kann.

Welche Funktion übernimmt die Hüfte?

Vereinfacht formuliert, hat die Hüfte die Funktion, Rumpf und Beine miteinander zu verbinden. Ein Kugelgelenk wie die Hüfte bietet zudem den Vorteil von größtmöglicher Flexibilität. In ihrem Fall kann der Oberschenkel in alle Richtungen bewegt werden, wenngleich es natürliche Grenzen gibt. Das Hüftgelenk verfügt über folgende Bewegungsradien:

- Flexion und Extension

- Abduktion und Adduktion

- Innenrotation und Außenrotation

Aufgrund dieser verschiedenen Bewegungsabläufe ist es nicht verwunderlich, dass Menschen, die an Hüftproblemen leiden, auch gleichzeitig in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Das Hüftgelenk wird aufgrund dieser Abläufe oft auch als Nussgelenk oder Napfgelenk bezeichnet.

Welche Erkrankungen der Verletzungen treten häufig auf?

Eine der häufigsten Ursachen für Hüftprobleme ist der altersbedingte Verschleiß, die sogenannte Coxarthrose. Darüber hinaus kann im Alter auch Osteoporose dazukommen. Der Knochenabbau ist mit ein Grund dafür, warum es bei einem Sturz, vor allem bei älteren Menschen, häufig zu schwereren Verletzungen im Hüft- oder Oberschenkelbereich kommt. Unterscheiden muss man allerdings die Arthrose von einer Gelenkentzündung, denn auch diese kann sehr schmerzhaft für den Betroffenen sein. Die Ursachen können hierbei unter anderem eine bakterielle Infektion oder rheumatische Erkrankungen darstellen. Auch junge Menschen, nicht zuletzt Sportler, können belastungsbedingt unter starken Hüftproblemen leiden.

Möglichkeiten der Behandlung

Die Behandlungsmethoden hängen von den Hüfterkrankungen selbst ab. Eine beginnende Arthrose kann zunächst konservativ – also ohne Operation – behandelt werden. Die Methoden reichen von medikamentöser Behandlung bis hin zu physikalischen Maßnahmen und Physiotherapie. Schreitet die Erkrankung jedoch immer weiter voran, kann auch ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden. Viele Operationen werden mittlerweile minimalinvasiv durchgeführt. Auch Sportler werden so etwa bei Verletzungen des Hüftknorpels behandelt. Man sollte jedoch vor jeder Art der Therapie mit einem Arzt über die möglichen Risiken sprechen, die damit verbunden sein können.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.