Ethylenglykol-Vergiftung: Wie erkennen Sie Symptome, was hilft gegen das Gift?

29. September 2017 - 21:12 Uhr

Ethylenglykol-Vergiftung ist wie Frostschutz trinken

Deutsche Lebensmittelmärkte werden von einem Mann erpresst, der vor allem Babynahrung mit Ethylenglykol vergiftet haben soll. Aber wie gefährlich ist das Mittel und was sind die typischen Symptome einer Ethylenglykol-Vergiftung? Im Video erklären wir, was im Falle einer Ethylenglykol-Vergiftung unternommen werden muss.

Ein Milliliter für Babys toxisch

Ethylenglykol kommt vor allem in Frostschutzmitteln vor und wird hauptsächlich genutzt, um den Kühler des Autos vor Frostschäden zu schützen. Für den Menschen ist es giftig. Denn Nieren, zentrales Nervensystem, Leber, Lunge und Herz können schwere Schäden davontragen, wenn sie mit der Alkoholverbindung in Berührung kommen. Wird eine Ethylenglykol-Vergiftung schnell behandelt, lassen sich große Schäden abwenden.

Die Symptome sind einem Alkohol-Rausch vergleichbar. Eine Vergiftung kann aber auch zu Magen-Darm-Beschwerden führen - Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen sind typische Anzeichen. Bemerken Sie solche Symptome bei sich, ohne eine nachvollziehbare Erklärung zu haben, müssen Sie schnellstmöglich ins Krankenhaus.

Schon kleinste Mengen können für Babys gefährlich werden. Schwere Symptome und damit Schädigungen im Körper treten dann bereits bei einem Milliliter auf. Bei einem Erwachsenen mit 75 Kilo Körpergewicht kommt es dagegen erst bei 7,5 Millilitern zu schweren Anzeichen.