Orkanböen, Starkregen, Sturmflut und Bodenfrost

Wo der erste Herbststurm des Jahres am meisten wütet

Orkanartige Böen, Starkregen und Sturmflut treffen auf Norddeutschland. Auch Bodenfrost ist möglich.
Orkanartige Böen, Starkregen und Sturmflut treffen auf Norddeutschland. Auch Bodenfrost ist möglich.
© deutsche presse agentur

21. Oktober 2021 - 6:58 Uhr

Erste Herbststurm des Jahres trifft Norddeutschland

Auch der Norden Deutschlands wird vom ersten Herbststurm des Jahres am Donnerstag richtig durchgerüttelt.Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die schleswig-holsteinische Nordseeküste sogar orkanartige Böen an. Im Binnenland könnte der Sturm mit Windstärke 9 bis 10 blasen, also 75 bis 90 km/h.

Hochwasser in Hamburg-St. Pauli

14.10.2020, Polen, Kolberg: Eine Frau, bekleidet mit einem Regenschutz, geht auf einem Steg an der stürmischen Ostsee entlang. Foto: Marcin Bielecki/PAP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Einen Regenmantel wird man in den kommenden Tagen auf jeden Fall brauchen.
© dpa, Marcin Bielecki, paw nwi

Der Wind aus Richtung Nordwest werde das Wasser in die Elbe drücken, erklärte eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. Am späten Nachmittag könnte es in Hamburg-St. Pauli das erste Hochwasser in diesem Herbst geben. Der Wasserstand werde 1,50 Meter bis 1,60 Meter über dem Mittleren Hochwasser liegen und damit die Marke um einige Zentimeter überschreiten. Auch das Morgen- und das Nachmittagshochwasser am Freitag könnten diesen Wert erreichen. An der Nordseeküste sei die Lage entspannter, allenfalls in Nordfriesland könnte das Hochwasser am Donnerstagnachmittag als Sturmflut auftreten, hieß es.

Erster Bodenfrost

Eiskristalle leuchten im Sonnenlicht an herbstlich gefärbten Blättern in Kleinmachnow (Brandenburg) am 31.10.2013 nach leichtem Nachtfrost. Foto: Ralf Hirschberger/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Erster Bodenfrost könnte am Sonntag kommen.
© dpa, Ralf Hirschberger

Für einen Streifen entlang des Nord-Ostsee-Kanals prophezeite der Deutsche Wetterdienst Schauer und Gewitter mit kräftigen Regenfällen. Hamburg werde davon aber weniger stark betroffen sein, sagte Schmidt. Die Temperaturen steigen bis auf 12 Grad im Norden und 15 Grad in Lauenburg. Zum Wochenende soll sich das Wetter beruhigen und die Sonne hervorkommen. Der Vorhersage zufolge könnte es in der Nacht zum Sonntag aber ersten Bodenfrost geben.

Das stürmische Wetter lockte am Mittwoch die Urlauber an die Nordseeküste. In St. Peter-Ording, Schleswig-Holstein drängten sich die Spaziergänger auf der Seebrücke.

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Tornados in Niedersachsen nicht ausgeschlossen

Das Tief "Ignatz" bringt auch nach Niedersachsen heftige Sturmböen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit Windstärken von 100 bis 105 Kilometern die Stunde aus westlicher Richtung. Auch kurzlebige Tornados seien nicht völlig auszuschließen. Dazu gibt es laut DWD immer wieder Schauer und stellenweise Gewitter. Die Temperaturen erreichen etwa 12 Grad im Norden und bis zu 16 Grad im Harz. (dpa/agi)